Alle Ampeln auf Grün am Autobahntunnel „Königshainer Berge“
Im Autobahntunnel „Königshainer Berge“ rollt wieder auf allen vier Fahrspuren der Verkehr. In der Nordröhre in Fahrtrichtung Dresden wurde am späten Nachmittag der zweite Fahrstreifen freigegeben. Die während der Sanierung installierten Verkehrsleiteinrichtungen wurden zurückgebaut. Der Tunnel war von April 2024 bis Dezember vergangenen Jahres modernisiert worden. Während dieser Zeit war jeweils eine Röhre im Zweirichtungsverkehr geöffnet.
Der 3,3 Kilometer lange Autobahntunnel bei Görlitz ist nun auf neuesten technischen Sicherheitsstand. In den beiden Röhren wurden neue Notrufkabinen und in den Querschlägen Brandschutztüren eingebaut sowie Sensoren zur Brandfrüherkennung installiert. Die digitalen Überwachungskameras erfassen jeden Meter im Tunnel. Die Beleuchtung wurde durch LED-Lampen ersetzt. Sie sorgen für helleres Licht, das durch die weiß lackierten Tunnelwände verstärkt wird.. An den Tunnelportalen wurden Schranken errichtet. „Sie sollen unbelehrbare Kraftfahrer davon abhalten, bei einem Havariefall einzufahren“, sagte Markus Bräuer von der Autobahn GmbH. Entlang der Notgehwege wurden Leuchtstreifen verlegt.
Nach der Sanierung sind weiterhin Wartungsintervalle vorgeschrieben. Die Anlagen werden in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf instandgesetzt. Das geschehe quartalsweise bzw. halbjährlich und jährlich, so die Autobahn GmbH. Als nächstes wird der Tunnel nach der Winterdienstzeit gereinigt. Streugut wird dabei entfernt.
Der Autobahntunnel „Königshainer Berge“ ist seit 1999 in Betrieb. Täglich rauschen 30.000 Fahrzeuge durch die beiden Röhren. Fast ein Drittel sind Lkw. Tendenz steigend. Ein großer Teil des Schwerlastverkehrs von und nach Osteuropa rollt über die A 4, die auch scherzhaft „Breslauer Allee“ genannt wird. Der Tunnel ist gegenwärtig der viertlängste Autobahntunnel in Deutschland.
