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Wiederaufbau Carolabrücke: Bund lässt Dresden im Stich

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Dresden bekommt für den Wiederaufbau der Carolabrücke keine finanzielle Unterstützung vom Bund. Darüber hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Donnerstag den Stadtrat informiert.

Sein Bitten um Fördermittel beim Bund sei erfolglos gewesen, erklärte der OB in seiner Rede. „Die Antwort aus Berlin, die uns vor wenigen Tagen erreicht hat, fällt ernüchternd aus“, so das Stadtoberhaupt. Wörtlich heißt es dort: „Seit 1995 wurde lediglich für drei Projekte, die dem überörtlichen Verkehr dienten, eine Zuwendung gewährt. Bitte haben Sie deshalb Verständnis dafür, dass ich derzeit leider keine Möglichkeit sehe, über diesen Weg Fördermittel in Aussicht stellen zu können.“

Abschließend heißt es in dem Schreiben: „Ich bedauere, Ihnen derzeit keine weiteren Perspektiven für eine finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr für den Wiederaufbau der Carolabrücke in Dresden geben zu können. Mir ist bewusst, dass die Räumung der Elbe und der Wiederaufbau der Brücke eine große Herausforderung für die Stadt bedeuten.“

Das bedeutet, dass Dresden die Carolabrücke weitgehend aus eigener Kraft stemmen muss. 

Hilbert schlägt den Stadträten nun vor, das Verschuldungsverbot aufzuheben und einen Kredit in Höhe von 220 Millionen Euro aufzunehmen. Damit soll nicht nur die neue Carolabrücke, sondern auch die Sanierung der Königsbrücker Straße, die Verlängerung der Linie 8 in den Dresdner Norden und auch neue Stadtbahnwagen für die DVB finanziert werden.