++ EIL ++

Weniger Unfälle in Sachsen, aber mehr Verletzte

Zuletzt aktualisiert:

Letztes Jahr hat es auf Sachsens Straßen weniger gekracht - dafür mit mehr Verletzten, das ergab die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der Polizei. Insgesamt wurden 97.503 Verkehrsunfälle registriert, 2016 Unfälle ( 2%) weniger als im Vorjahr. Dabei wurden 16.865 Personen verletzt (+ 2,9%) und 144 starben ( - 23%)

( 23%) im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Zahl der Schwerverletzten ging leicht zurück, von 3.408 auf 3.309 ( 2,9%).

Weniger Unfälle mit Alkohol, aber mehr mit Drogen

1.673 Autofahrer bauten unter Alkoholeinfluss einen Unfall, verletzten dabei 737 Personen (- 5%).  10.002 Autofahrer fischte die Polizei bei Kontrollen letztes Jahr noch rechtzeitig aus dem Verkehr.
Bei Unfällen unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss gab es mit 377 Unfällen (+4,4%) einen neuen Höchststand. Während die Zahl der Alkoholunfälle in den letzten zehn Jahren weitgehend stabil blieb, hat sich die Zahl der Drogenunfälle in diesem Zeitraum verdoppelt.

Polizei-Inspekteur Petric Kleine: „Der Trend der letzten Jahre hinsichtlich steigender Unfälle unter dem Einfluss berauschender Substanzen, setzt sich leider fort. Für uns bedeutet das, alle Verkehrsteilnehmer dahingehend zu sensibilisieren, dass das Fahren unter Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln nicht nur strafbar, sondern auch gefährlich und rücksichtslos ist. Mit der landesweiten Einführung der Kontrollen zur erweiterten Überprüfung der Fahrtüchtigkeit, setzen wir dahingehend ein deutliches Zeichen.“ Die sächsische Polizei trage mit Unfallanalysen zum Erkennen von Schwerpunkten, Radfahrausbildung an Schulen, ihrer Mitarbeit  in Verkehrsunfallkommissionen sowie mit regelmäßigen Aktionstage Prävention und Verkehrssicherheit bei.

Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschaden waren auch 2024 nicht angepasste Geschwindigkeit (11,5% aller Unfälle). Dabei stellte die Polizei letzes Jahr 293.459 Geschwindigkeitsverstöße (+10,1%) fest. Platz zwei der Unfallgründe sind Vorfahrtsverletzungen (10,4%) vor ungenügendem Sicherheitsabstand (10,1%).