Was passiert hier am Wasserwerk in Hosterwitz?
Sachsen Energie baut im Wasserwerk Dresden-Hosterwitz eine neue Filterhalle, um künftig mehr Wasser aus der Elbe aufzubereiten. Am Freitag wurde der Grundstein für den Neubau gesetzt.
Notwendig wird das Projekt, um den gewachsenen Wasserbedarf der Chipindustrie im Dresdner Norden zu stillen. Der Bau ist zunächst ein Zwischenschritt, bis ein neues Flusswasserwerk im Gewerbegebiet Kaditz ab 2030 komplett die Versorgung der Halbleiterproduzenten übernehmen kann.
Das Werk kann künftig in der Stunde im Mittel 1.300 Kubikmeter Elbwasser mehr aufbereiten als jetzt. Das entspricht der Füllmenge von gut 8.500 Badewannen und ist eine Vergrößerung der Kapazität um ein Viertel.
So funktioniert die Flusswasserfilterhalle
Die neue Filterhalle hat eine Grundfläche von 2.000 Quadratmetern und ist wie die alte Filter-halle 14 Meter hoch. Beide Hallen werden nebeneinander stehen. Auf dem gesamten Flachdach des Gebäudes wird eine PV-Anlage zur Eigennutzung installiert. Über einen Pumpenverbund wird Wasser aus der Elbe gefördert und leistungsstarke Filter entfernen enthaltene Trübstoffe.
Anschließend wird das gereinigte Wasser über mehrere Infiltrationsbecken erneut in das Grundwasser versickert. Mit Hilfe der säubernden Wirkung verschiedener Erdschichten findet eine weitere, natürliche Reinigung statt. In einem abschließenden Schritt erfolgen die Entnahme des Rohwassers aus dem künstlich angereicherten Grundwasser und die anschließende Aufbereitung zu Trinkwasser, welches allerhöchsten Standards entspricht.