Warum weniger Wohnungen in Sachsen gebaut werden
Die sächsischen Wohnungsgenossenschaften bauen viel weniger als sie gerne würden. Letztes Jahr haben sie im Freistaat nur rund 190 Wohnungen errichtet; im Jahr davor sind es noch fast 290 gewesen. Das hat der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften am Donnerstag mitgeteilt.
Verbandschefin Mirjam Philipp hat erklärt, man wolle neu bauen, könne es aber nicht. Gründe seien hohe Baukosten und Zinsen sowie nicht planbare und wenig hilfreiche Förderprogramme. Mittlerweile würde ein Quadratmeter Neubau rund 4.000 Euro kosten. Dafür müsste man ohne Förderung Kaltmieten von 15 bis 20 Euro nehmen. Das sei für das Klientel der Genossenschaften einfach zu hoch, so Phlipp.
Auch der Leerstand treibt den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften um. Im gesamten Verbandsgebiet liegt er bei 8,4 Prozent. Das entspricht etwa 30.000 Wohnungen.