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Tuberkulose: Ein weiterer Fall in Dresden nachgewiesen

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Im Umfeld einer Dresdner Kita hat das Gesundheitsamt eine weitere Tuberkulose-Ansteckung festgestellt. Drei Betroffene seien bislang ermittelt worden, teilte die Stadt mit. Sie befinden sich demnach in Quarantäne und werden medizinisch betreut.

Nachdem bei zwei Personen die ansteckende Tuberkulose-Erkrankung diagnostiziert wurde, führte das Gesundheitsamt in der vergangenen Woche eine sogenannte Umgebungsuntersuchung unter rund 160 Menschen im Umfeld der Kita durch. Bei einer einstelligen Zahl relevanter Kontaktpersonen außerhalb der Einrichtung stehen die Tests den Angaben nach noch aus, weil sie sich derzeit nicht in Dresden aufhalten.

Nach acht bis zwölf Wochen ist auch bei negativ getesteten Menschen eine weitere Untersuchung erforderlich, um eine Ansteckung und Erkrankung sicher auszuschließen. 

Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Webseite: www.dresden.de/tbc

Krankheit tritt nur selten auf

Die Infektionskrankheit wird durch Bakterien verursacht und betrifft überwiegend die Lunge. Sie wird übertragen, wenn infizierte Menschen beim Husten und Niesen Erreger ausscheiden. Ohne Behandlung stirbt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa die Hälfte der Infizierten. Mit einer vier- bis sechsmonatigen Behandlung können rund 85 Prozent der Menschen geheilt werden.