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Trauermarsch für getöteten Polizisten Maximilian (✝32)

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Die sächsische Polizei hat gemeinsam mit der Familie des vor drei Wochen im Dienst getöteten Polizisten Abschied von Maximilian Stoppa genommen. An dem öffentlichen Gedenkgottesdienst nahmen mehr als 1.000 Kollegen und Beamte von Landes- und Bundespolizei sowie Kameraden der Feuerwehr teil.

Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), Landtagspräsident Alexander Dierks, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Armin Schuster (alle CDU) kamen in die Dresdner Kreuzkirche.

Der 32 Jahre alte Beamte Stoppa kam am 7. Januar in Lauchhammer in Brandenburg ums Leben, als er bei der Fahndung nach mutmaßlichen Autodieben ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren wollte. Der Vater einer kleinen Tochter wurde von dem Wagen angefahren und starb noch vor Ort. Sein Tod „hat schmerzhaft vor Augen geführt, welcher unkalkulierbaren Gefahr“ man im Dienst ausgesetzt sei, sagte der sichtlich bewegte Innenminister Schuster. 

Innenminister Schuster dankt Stoppa für seinen Dienst

Seine Einheit, ein wichtiger Teil der Sicherheitsarchitektur des Landes, „und die Polizeidirektion Dresden werden für immer mit dem Namen Maximilian Stoppa verbunden sein“. Schuster dankte ihm posthum „für seinen Dienst am Nächsten“ und ebenso für sein ehrenamtliches Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Wir sind ihm und seinen Kollegen und Kameraden als Gesellschaft zu höchstem Respekt und tiefster Dankbarkeit verpflichtet.“ Mit all den tröstenden Worten könne man aber nichts ungeschehen machen.

Stoppa zu Ehren gab es auch einen Trauermarsch. Er startete um 8.30 Uhr an der Polizeidirektion Dresden am Hasenberg. Durch einen erneuten Bombenfund an der Carolabrücke und damit einhergehenden Sperrungen musste die Route zunächst geändert werden, bevor der Marsch kurz vor 10 Uhr die Kreuzkirche erreichte. 

Audio:

37-jähriger Tatverdächtiger verhaftet

Der Oberkommissar gehörte einer Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Dresdner Polizei und der Bundespolizei an. Ein 37-Jähriger ist unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Der Mann soll das Auto gefahren haben, das Stoppa erfasste, als er gerade den Stop-Stick - eine Art Nagelgürtel - auslegen wollte, um den flüchtenden Pkw zum Anhalten zu zwingen und zu kontrollieren.

Stoppa wird nach der Trauerfeier im engsten Familienkreis in seiner Heimatgemeinde beigesetzt.

Weitere Eindrücke des Trauermarsches und der Gedenkfeier in der Bildergalerie

Feuerwehr gedenkt mit Fahrzeugkorso

Auch die Feuerwehrleute aus Kesselsdorf und Einsatzkräfte weiterer Feuerwehren nahmen Abschied von ihrem im Dienst getöteten Polizisten Maximilian Stoppa. Sie führten einen Fahrzeugkorso mit über 30 Fahrzeugen durch. Die Route führte vom Gewerbegebiet, durch den Ort und die B 173 nach Dresden.

Da der Verstorbene auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr war, war es seinen Kameraden wichtig, ihm so die Ehre zu erweisen. Danach schloß man sich dem offiziellen Trauergottesdienst in der Kreuzkirche an.