Tränenbrötchen auf Kreuzwegprozession in Görlitz
Christen begeben sich heute auf Kreuzwegprozession durch Görlitz. Dazu werden am Mittag (13.30 Uhr) über 300 Teilnehmer erwartet. Sie erinnern an den Leidensweg Christi und seinen Tod am Kreuz. Die Tour führt von der Peterskirche zum Heiligen Grab, der verkleinerten Kopie des Jerusalemer Originals, wie es im Mittelalter existierte. Die Teilnehmer steuern insgesamt sieben Stationen an. Der Weg endet um 15 Uhr mit einer Andacht zur Todesstunde Jesu Christi.
Der Kreuzweg wird geleitet von Generalsuperintendentin Theresa Rinecker. „In einer Zeit, die von Krieg, Unsicherheit und Angst geprägt ist, braucht es mehr denn je Mitgefühl und Solidarität...Zugleich bringen wir die Not und Gewalt unserer Tage zum Kreuz. Das miteinander auszuhalten, stärkt und hilft“, so Rinecker.
Dem Zug werden sich wieder auch Menschen aus dem Umland anschließen. Die Görlitzer Prozession gilt als die größte dieser Art in Mitteldeutschland.
An einer Station - der Jesus-Bäckerei - werden Tränenbrötchen an die Teilnehmer verteilt. „Das sind Roggenbrötchen mit Hagelsalzkörnern. werden gebrochen. Die Körner sollen die Tränen darstellen. Damit wird das Leid Christi symbolisiert“, sagte uns Bäckermeister Michael Tschirch.