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Stadt Dresden sucht Bauherren für diese Häuser

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Bauland in Großstädten ist knapp und oft unbezahlbar. Deswegen geht die Stadt Dresden jetzt einen neuen Weg. Sogenannte Bauherren-Gemeinschaften sollen sich beim Bau zusammenschließen und dafür das Grundstück von der Stadt sehr preisgünstig zur Verfügung gestellt bekommen! Über einen Erbbauvertrag wird nur der Pachtzins fällig.

Nachdem die Stadt in den letzten zehn Jahren bereits Grundstücke für solche Gemeinschaftsbauvorhaben verkauft hat, soll jetzt nur noch ein Pachtzins unter dem üblichen Marktwert gezahlt werden. Der bemisst sich je nach Verkehrswert des Grundstücks auf 2 bis 4 Prozent pro Jahr.

Diese drei städtischen Grundstücke schreibt die Stadt aus:

  • 1338 qm große Brachfläche an der Vorwerkstraße in der Friedrichstadt (max. 9 Haushalte)
  • 1100 qm eines alten Garagenhofes an der Wormser Straße in Striesen (max. 6 Haushalte)
  • 2433 qm am Nickerner Weg in Lockwitz (bis zu 8 Haushalte)

Bei letzterem Grundstück müssen sich eigentlich nur noch die Familien oder Partner finden, die zusammen bauen wollen. Dresdens städtisches Bauunternehmen Stesad hat bereits die Bauformalien vorab abgewickelt und moderne, helle, nachhaltige Häuser entworfen, die nur noch ihre neuen Besitzer suchen.

„Die Grundstücke sollen im Rahmen vorgegebener Konzepte entwickelt werden. Dabei zählt nicht der höchste Preis, sondern besondere Ideen wie nachhaltiges Bauen, Mobilitätsideen und Nachbarschaftskonzepte“, erklärt Stefan Kügler, Grundstücksstratege in der Immobilienverwaltung der Stadt Dresden.  Mindestens drei Haushalte schließen sich zu einer Baugemeinschaft zusammen und sollten die Immobilien dann mindestens zehn Jahre selbst nutzen. Auch muss ein Finanzierungsnachweis von einer Bank über die Kosten des Bauvorhabens erbracht werden. Vor allem junge Familien und Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen sollen sich angesprochen fühlen.

Baubürgermeister Stephan Kühn: „Mit der Konzeptvergabe möchten wir nachhaltiges, generationenübergreifendes und gemeinschaftliches Wohnen fördern. Die Baugemeinschaften bringen neue Impulse in die Quartiersentwicklung und stärken den sozialen Zusammenhalt – ein Gewinn für die gesamte Stadtgesellschaft.“ Rund 50 städtische Grundstücke hat das Rathaus für weitere solche Bauvorhaben im Auge - sie sind für größeren Wohungsbau durch Vermieter „Wohnen in Dresden“ zu klein. Darunter ist u.a. auch ein Teil des Grundstückes am Sternplatz, wo früher das Kabarett „Herkuleskeule“ zu Hause war. 

Informationsveranstaltung für Interessierte

Wer mehr wissen möchte, sollte am Donnerstag, 6. Februar 2025, zur Informationsveranstaltung „Bauen?! Wie und mit wem?“ kommen. Beginn ist 17 im Dresdner Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung am Ferdinandplatz 2 (1. OG). Anmeldung unter www.dresden.de/immobilien

Audio:

Stefan Kügler von der Immobilienverwaltung der Stadt