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Spezialfirma sucht nach Bomben an der Carolabrücke

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An der Carolabrücke in Dresden hat eine Spezialfirma damit begonnen, die Fahrrinne nach möglichen Munitionsresten abzusuchen. Von einem Ponton aus werden mit einem Bagger Bohrungen vorgenommen. Eine Tiefensonde checkt dann die Bohrlöcher auf verdächtige Gegenstände.

Die Experten vermuten, dass das Gerät oft anschlagen wird, weil sich nach dem Einsturz und dem Abbruch viele Stahlteile in der Elbe befinden. So zum Beispiel Gleise der Straßenbahn, Laternenmasten oder Spannstahl. Die Arbeiten werden sollen voraussichtlich zwei Wochen andauern. 

Abrissarbeiten wurden unterbrochen 

Aufgrund der Spanndrahtbrüche an der Carolabrücke sind die Abrissarbeiten am Zug C seit Dienstag, 18. Februar 2025, bis auf Weiteres generell eingestellt. Seit Ende Februar laufen Maßnahmen zur Kampfmittelsondierung, die in Vorbereitung auf den Abriss der Brückenzüge A und B notwendig sind. Mit diesen Arbeiten hat die Landeshauptstadt Dresden die Firma Dresdner Bohrgesellschaft mbH und das Unternehmen DOMARIN beauftragt.

Zudem sind zur Ortung von Kampfmitteln Drohnenflüge im Bereich der Carolabrücke geplant. Eine drohnengestützte, geomagnetische Mehrkanalsonde wird das Gebiet in einer Höhe von 50 bis 80 Metern überfliegen und Messdaten sammeln. Sobald die dafür notwendige Genehmigung vorliegt, kann die Befliegung starten. 

Auswertung der Messdaten

Die Messdaten werden jeweils aufgezeichnet und computergestützt ausgewertet. So ergibt sich eine Karte, die alle Objekte, die sich in dem Gebiet befinden, abbildet. Im Anschluss folgt die Bergung der Verdachtsfälle.
Eine messtechnische Differenzierung zwischen einem Kampfmittel oder sonstigem Eisen, was das Magnetfeld beeinflusst, ist nicht möglich. Dadurch ist mit vielen Verdachtsfällen zu rechnen, die einzeln untersucht werden müssen.

Umgang mit Kampfmitteln

Die Arbeiten werden durch einen Experten für Munition- und Kampfmittelräumung begleitet, der entscheidet wie mit festgestellten Kampfmitteln umgegangen wird. Transportfähige Kampfmittel werden in der Regel gesichert und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst übergeben. Sind Kampfmittel nicht transportfähig werden die Arbeiten unterbrochen und weitere Schritte geplant.