Serkowitzer Oper spielt im Sommer wieder in der Saloppe
Lust auf laue Sommerabende macht die Serkowitzer Volksoper. Seit vielen Jahren spielt das Ensemble unterhaltsames Musiktheater auf der Zirkuswagenbühne in der Saloppe. Dieses Jahr gibt es: „Die Prinzenrolle - eine Anmaßung nach Verdi und Lortzing“. Insgesamt 12 Vorstellungen sind geplant, von Ende Juni bis September. Karten dafür gibt es ab sofort im Vorverkauf.
Das Stück
August der Starke war gestern. Heute sind gelenkige Thronanwärter gefragt, die locker den biegsamsten Kontoristen im Zirkus und erst recht rückensteifen Demokraten die Butter vom Brot nehmen. Wer sonst nichts, wohl aber „Die Prinzenrolle“ beherrscht, landet in der Schaltzentrale der Macht. Genau dort streut die Serkowitzer Volksoper Sand ins politische Getriebe, lässt es mit Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“ auf den Bühnenbrettern knirschen und mit Giuseppe Verdis „König für einen Tag“ tosen. „Die Prinzenrolle“ ist eine Komödie über Amtsanmaßung und Unfähigkeit und verspricht einen höchst vergnüglichen wie unkonventionellen Musik- und Textmix.
Neuer Regisseur
Nachdem Volksopern-Mitbegründer Wolf-Dieter Gööck mit dem Kästner-Stück „Kennst du das Land, wo die Optionen blühn?“ 2024 ein letztes Mal für die Serkowitzer Regie geführt und die Verantwortung in diesem Bereich an den Nachwuchs abgegeben hat, arbeitet die Truppe in diesem Jahr erstmals mit dem jungen Regisseur Clemens Kersten zusammen. Er inszeniert DIE PRINZENROLLE nach einem Libretto von Gööck, die Proben beginnen in dieser Woche.
Der gebürtige Dresdner Clemens Kersten studierte von 2017 bis 2021 Schauspiel am Hans-Otto-Institut der HMT Leipzig und ist seit dreieinhalb Jahren am Schauspiel Chemnitz engagiert, wo er bereits bemerkenswerte Erfolge gefeiert hat. Für das Ensemble und Publikum der Serkowitzer Volksoper ist er aber kein Unbekannter, war er doch bereits als Darsteller tätig.