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Sanierungsplan steht: Hoffnung für Glashütte Freital

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Für die insolvente Glashütte Freital gibt es gute Aussichten für eine Sanierung. Das Unternehmen will sich in Eigenverantwortung neu aufstellen und sucht jetzt einen Investor. Es gibt auch schon Interessenten.

Der Betrieb läuft unterdessen stabil weiter, auch alle 120 Mitarbeiter sind noch an Bord. Ziel des Eigenverwaltungsverfahrens ist es nun, die Glashütte zeitnah und langfristig zu sanieren. So soll der Fortbestand des Betriebs gesichert werden. Der Hersteller von Wein- und Saftflaschen war durch hohe Energiekosten und schwankende Marktpreise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten.

Ziel: Mitarbeiter alle übernehmen

Die Mitarbeiter stehen dabei hinter dem Unternehmen: „An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus tiefstem Herzen bedanken – für das Vertrauen und das Engagement, das sie uns unermüdlich auch in dieser schwierigen Zeit täglich entgegenbringen. Dieser starke Rückhalt hilft uns bei der anstehenden Restrukturierung sehr“, so Geschäftsführer Andreas Schnelle.

Die Aussichten auf eine erfolgreiche Neuaufstellung sind gut: „Das Unternehmen hat einen gesunden Kern und damit ideale Voraussetzungen, um den nachhaltigen Fortbestand des Betriebs zu sichern“, ergänzt Sanierungsgeschäftsführer Rechtsanwalt Matthias Rönsch.

Unternehmen mit Tradition 

Die Glashütte Freital GmbH wurde 2013 gegründet, ihren Ursprung hat sie aber bereits im Jahr 1802. Damals nahm sie als Königliche Friedrich-Hütte in Döhlen ihren Betrieb auf. Seither stellt das Unternehmen Behälterglas für den täglichen Gebrauch her, darunter Spirituosen-, Wein- und Saftflaschen, aber auch individuelle und kundenspezifische Artikel mit höchsten industriellen Fertigungsanforderungen. Bei der Glasherstellung nutzt die Glashütte bis zu 75 Prozent Altglasscherben, um diese so in den Wirtschaftskreislauf zur Wiederverwertung zurückzuführen.