Polizei holt Train-Surfer bei Bad Schandau vom Zug
Zwei junge Männer aus Berlin haben am Wochenende mit einer lebensgefährlichen Aktion auf der Bahnstrecke bei Bad Schandau einen Polizeieinsatz ausgelöst. Sie waren auf einen Zug geklettert, um ein Stück mitzufahren.
Ein 20-Jähriger und sein 22 Jahre alter Kumpel saßen auf dem Oberdeck des Autozuges - direkt unter der Oberleitung. Der Lokführer eines anderen Zuges bemerkte die blinden Passagiere und alarmierte die Bundespolizei. Die stoppte den Zug und holte das Duo herunter.
Lebensgefährliche Aktion auf dem Oberdeck
Da unklar war, ob die Personen verletzt waren (Stromschlag durch 15 KV-Oberleitung) oder unversehrt, wurde auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr zu dem Autozug nach Schöna gerufen. Auch der Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde umgehend hinzugezogen.
Ein Polizeihubschrauber der Bundespolizei, der in der Nähe war und dort hinflog, konnte aus der Luft zwei Personen auf dem drittletzten Wagen des Autozugs entdecken. Sie lagen auf der oberen Etage, drittletzter Wagon des leeren Autotransportwagens. Dank der Wärmebildkamera des Helikopters der Bundespolizei, konnten die beiden Männer schnell geortet werden.
Rettungskräfte holen beide Männer vom Zug
Die am Autozug angekommen Beamten forderten sie auf, ruhig liegen zu bleiben. Dazu musste die Leitung mit 15.000 Volt stromlos geschaltet werden. Erst nachdem sichergestellt war, dass keine Gefahr durch Strom bestand, konnten die die jungen Männer den Zug nach etwa insgesamt zwei Stunden unversehrt verlassen.
Der Einsatz wird den beiden wohl nun in Rechnung gestellt. Die Männer waren unverletzt standen nach Angaben der Bundespolizei nicht unter Alkoholeinfluss. Dass die Männer dieses waghalsige Vorhaben überlebt haben, ist Glück. Es hätte tödlich enden können.