Hier baden Mutige im Faschingskostüm - bei 3 Grad!
Diese Aktion ist nichts für Warmduscher! Am Wochenende feierten Pirnas hartgesottene Winterschwimmer, die „Pirnaer Eisbrecher“ ihr 45-jähriges Jubiläum im Natursee Copitz - und zwar in Faschingskostümen! Rund 300 Zuschauer ließen es sich nicht entgehen, wie die Wasserratten bei 5 Grad an Land ins 3 Grad kühle Nass marschierten. Mit einem kräftigen „Eis frei!“ ging es in die Fluten.
Insgesamt 12 Gruppen nahmen ein frostiges Bad. Sie reisten extra von Cottbus, Leipzig, Gera oder Plauen nach Pirna, um mit dabei zu sein.
Zum mitfrösteln: Die schönsten Schnappschüsse in der Bildergalerie
Die unerschrockenen "Pirnaer Eisbrecher" haben Geschichte geschrieben. Im Jahr 1980 gab es in Copitz das erste organisierte Winterschwimmen. Bei einem sogenannten Trommel-Treffen der damaligen Pionier-Zeitschrift "Trommel" tummelten sich sechs Jahre später mehr als 250 Eisbader vor rund 10.000 Zuschauern im NEZ. Auch sonst haben die Abgehärteten bis heute vieles überstanden. "Ob die DDR oder die Wende, ob ein Minus-23-Grad-Winter, Finanzkrisen oder 40 Zentimeter dickes Eis oder die sogenannte Corona-Zeit…", berichtet Rolf Reichel, Abteilungsleiter der Sektion Winterschwimmen beim VfL Pirna-Copitz 07.
Neue Leute sind in den Reihen der Pirnaer Eisbrecher stets gefragt. "Egal ob jung oder alt. Am besten sind jüngere Erwachsene, die die Tradition einmal fortführen", sagt Reichel. Er und die Aktiven hoffen damit, dass es das Winterschwimmen in Pirna auch in den kommenden Jahren weiter gibt. Es gilt, ohne Leistungsdruck Spaß zu haben und sich immer wieder gemeinsam zu motivieren, ins kalte Element zu tauchen.
Entlohnt werden die Schwimmer nach jedem Bad - beim Schwitzen in der Sauna. Wer Mut hat, kann jeden Dienstag, 17.25 Uhr, in die Sauna des VfL Pirna-Copitz zum Probieren kommen.








