Mord an Valeriia (9): Die Mutter sagt aus
Der gewaltsame Tod der neunjährigen Valeriia aus Döbeln erschütterte im Juni 2024 viele Menschen. Seit heute steht der Ex-Freund ihrer Mutter wegen Mordes vor dem Landgericht Chemnitz.
Mutter berichtet von Gewalt und Drohungen
Zum Prozessauftakt schilderte Valeriias Mutter das Verhalten des Angeklagten während ihrer kurzen Beziehung. Der 37-jährige Mann aus Moldawien habe sie bedroht und kontrolliert.
Rund zwei Wochen vor dem Verschwinden des Kindes habe er ihr gesagt: „Du wirst weinen bis zum Ende deines Lebens.“ Trotz eines Übergriffs und anhaltenden telefonischen Stalkings beendete die Mutter die zweimonatige Beziehung. „Er hat mich kontrolliert“, berichtete sie vor Gericht.
Anklage: Mord aus Eifersucht und Rache
Laut Anklage hat der Beschuldigte die Tat aus krankhafter Eifersucht begangen. Am Morgen des 3. Juni 2024 soll er Valeriia auf dem Weg zur Schule in sein Auto gelockt haben. Anschließend habe er sie in einem Wald getötet, indem er ihren Kopf in ein Schlammloch drückte. Das Kind sei durch das Einatmen von Schlamm erstickt. Die Ermittler vermuten, dass der Mann die Tat aus Rache an der Mutter beging, die sich wenige Tage zuvor von ihm getrennt hatte.
Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen
Der Angeklagte äußerte sich am ersten Prozesstag nicht zu den Vorwürfen. Er war nach der Tat geflohen, hatte sich nach Tschechien abgesetzt. Fahnder nahmen ihn in Prag fest. Der 37-Jährige wurde nach Deutschland ausgeliefert und in die JVA Leipzig gebracht. (mit dpa)