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Lieferpanne bei Bundesdruckerei: Digitales Passfoto kommt später

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Die Pass- und Meldebehörden in und um Dresden haben Probleme mit den neuen digitalen Passfotos. Sie sollten eigentlich ab 1. Mai die bisherigen Papierfotos ablösen.

Allerdings gibt es eine Panne: die Bundesdruckerei kann vielerorts die eigens dafür gebauten Automaten nicht liefern. Deshalb dürfen erst mal weiterhin Papierfotos eingereicht werden, wenn ein Personalausweis oder Reisepass beantragt wird.

Behörden fehlt die notwendige Technik 

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Städte Rundschreiben verschickt und auf die Probleme hingewiesen, so zum Beispiel die Stadt Pirna. „Lieferengpässe sorgen für eine vorübergehende Anpassung“, heißt es etwas sperrig aus dem Rathaus.

In Dresden stehen Automaten derzeit in den Bürgerbüros Altstadt, Blasewitz und Neustadt zur Verfügung. „Darüber hinaus sind für alle weiteren Standorte Geräte bestellt“, so die Landeshauptstadt. 

Auch die Stadtverwaltung Heidenau muss einräumen, dass das mit den digitalen Fotos noch nichts wird. „Es ist abzusehen, dass die Geräte am 1. Mai nicht zur Verfügung stehen“, so ein Rathaussprecher.

Schonfrist für Papierfotos

Das Bundesinnenministerium hat inzwischen reagiert und eine Übergangsfrist eingeräumt, sie gilt zunächst bis Ende Juli. Die digitalen Fotos sollen die Sicherheit der Ausweisdokumente erhöhen. Die Fotos können dem Bundesinnenministerium zufolge entweder direkt vor Ort in den Bürgerbüros aufgenommen oder von einem zertifizierten Fotostudio. Diese lädt die Bilder dann in eine verschlüsselte Cloud hoch. 

Es gebe keine Bedenken, sagt Bundesinnenministerin Faeser. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe die Cloud geprüft. Die Dokumente seien sogar noch geschützter als bisher, so Faeser. 

Mehr Infos zum Thema gibt es hier.

Unter www.alfo-passbild.com gibt es eine Übersicht über teilnehmende Geschäfte.