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Jubiläum bei den DVB: 100 Jahre „Postplatztreffen“

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Beinahe jeder, der in Dresden mit Bus und Bahn unterwegs ist, kennt sie: die so genannten „Postplatztreffen“. Nun feiern sie 100 Jahre Jubiläum. Denn exakt seit dem 12. Mai 1925 gibt es die Treffen, durch die Fahrgäste der DVB in den Nachtstunden einen besseren Anschluss haben.

Alternativen zur Straßenbahn, wie heute beispielsweise Taxi-Fahrten, gab es seinerzeit nicht oder waren unerschwinglich teuer. Zum „Postplatztreffen“ finden sich die durchgehend am Postplatz verkehrenden Linien zur gleichen Zeit an der Station ein und warten einige Minuten, bis alle Fahrgäste umgestiegen sind.

Drehkreuz des Straßenbahnverkehrs

Bis zum Umbau 2005 befanden sich mitten auf dem Platz rund um die „Käseglocke“ mehrere Haltestellen. In den 1920er Jahren waren die Straßenbahnen mit 30 Metern Länge allerdings noch deutlich kürzer als heute. Für das Umsteigen zwischen zwei hintereinander stehenden Fahrzeugen war ausreichend Platz. Mit den Jahren wurden die Fahrzeuge bis zu 45 Meter lang und mit ihnen „wuchsen“ die Bahnsteige.

Zu Zeiten der Tatra-Dreierzüge standen die Wagen manchmal notgedrungen außerhalb der Bahnsteige. Auch später mit den Stadtbahnen war das nicht anders. Deshalb sind die Haltestellen 2006 im Zuge der Neugestaltung des Postplatzes an den Rand in die Wallstraße und Wilsdruffer Straße gerutscht. An den 90 und 100 Meter langen Bahnsteigen können beim Postplatztreffen problemlos zwei Fahrzeuge hintereinander halten.