Schneller als die Feuerwehr! Jannis kam in diesem Auto in Bautzen zur Welt
Manche Kinder wollen am Ende ganz schnell das Licht der Welt erblicken! So wie Baby Jannis, der damit seinen Papa Jens am Wochenende ganz schön auf Trapp hielt.
Das dritte Kind von Krankenpflegerin Lisa und Landschaftsgärtner Jens aus Kirschau war zum eigentlichen Geburtstermin am Samstag noch ganz ruhig. „Meine Frau war noch im Krankenhaus zum Ultraschall, alles war in Ordnung“, erinnert sich Jens. Doch in der Nacht zum Sonntag bekommt Mama plötzlich Wehen, Papa fährt sie mit dem ausgedienten Feuerwehrauto in die Bautzener Klinik. Doch so weit kommen sie gar nicht...
„Wir waren am Ortseingang von Bautzen als meine Frau sagte, dass sie den Kopf vom Baby erfühlen kann. Da sind bei mir natürlich alle Alarmglocken angegangen, aber wir sind dann trotzdem noch so 500 Meter weiter gefahren. Und dann sagte meine Frau, sie hätte jetzt das Baby in der Hand“, so Jens, der auch bei der Freiwilligen Feuerwehr ist.
Es war gerade 2.42 Uhr. Die Geburtsstunde des kleinen Jannis mitten in Bautzen! Der VW-Transporter stoppte in der Neusalzaer Straße. Völlig aufgelöst lief der Papa erstmal drei Runden ums Auto, dann kamen ein Taxifahrer und Security-Leute zu Hilfe, die gerade von der Nachtschicht kamen. „Sie haben mich einfach menschlich erstmal wieder auf den Boden gebracht und mich beruhigt. Sie halfen mir bei der Erstversorgung und haben auch den Rettungswagen gerufen“, sagt der dankbare Papa. Das Baby in seine Jacke und Decken gewickelt fuhr er seine Frau dann - nach Rücksprache mit der betreuenden Hebamme - trotzdem weiter in die 2 km entfernte Klinik. Dort wurden Mutter und Kind dann untersucht. Beiden geht es gut, am Mittwoch dürfen sie das Krankenhaus verlassen.
Doch die Aufregung darum wird die Kirschauer Familie wohl nie vergessen. Durch einen Facebook-Post fand Jens auch den Taxifahrer und die Security-Firma wieder, die ihm in der Nacht beistanden. „Ich wollte mich einfach nur bei ihnen bedanken.“