++ EIL ++

Gewaltserie rund um Dresdens Bahnhöfe

Zuletzt aktualisiert:

Es ist eine regelrecht blutige Bilanz: Die Bundespolizei war am Osterwochenende aufgrund zahlreicher Gewaltdelikte gefordert.

Den Auftakt bildete am Karfreitagmorgen ein 36-jähriger Tscheche, der im Eurocity von Prag nach Dresden bei einer Fahrkartenkontrolle aggressiv wurde und einen Schaffner angriff. Dieser blieb glücklicherweise unverletzt.

Noch am selben Tag randalierte eine alkoholisierte 41-Jährige am Wiener Platz. Die Deutsche ging willkürlich auf Passanten los. Sie wurde festgenommen.

In der Nacht zum Ostersamstag schlugen zwei 18-jährige Deutsche in einer S-Bahn von Pirna in Richtung Dresden auf mehrere Fahrgäste ein. Ein Opfer musste ins Krankenhaus. Die beiden Täter flüchteten zunächst, stellten sich später aber freiwillig.

Auch vor dem Hauptbahnhof flogen die Fäuste, ein Mann lag blutend am Boden. Anscheinend waren ein 36-Jähriger (Deutsch) und ein 26 Jahre alter Tunesier in Streit geraten, wobei der Deutsche den 26-Jährigen zuerst geschlagen haben soll. Beide Männer sind bereits polizeibekannt.

Am Ostersonntag betrat ein 44-jähriger Mann trotz Hausverbots einen Einkaufsmarkt im Hauptbahnhof und bespuckte einen Mitarbeiter. 

63-Jähriger verletzt mehrere Beamten am Bahnhof Neustadt

Den Abschluss bildete ein Vorfall am Ostermontag im Bahnhof Neustadt. Dort pinkelte ein Mann zunächst an die Fassade, anschließend beleidigte er den Sicherheitsdienst. Als der Deutsche festgenommen wurde, rastete er aus, schlug einer DB-Sicherheitsmitarbeiterin ins Gesicht, biss einen Bundespolizisten in die Hand und verletzte zwei weitere Sicherheitsbedienstete. Bei der Durchsuchung wurden zudem gestohlene Schmuckgegenstände entdeckt. Der verletzte Bundespolizist musste im Krankenhaus behandelt werden und ist vorerst dienstunfähig.

Die Bundespolizeiinspektion Dresden hat in allen genannten Fällen Ermittlungen eingeleitet. In ihrem Bericht heißt es: „Die hohe Anzahl und Schwere der Gewaltdelikte am Osterwochenende unterstreicht die Notwendigkeit einer konsequenten Strafverfolgung.“