80 Jahre nach dem Krieg: Daran erinnert Dresden
Mit einer Reihe an Veranstaltungen erinnert die Stadt Dresden in diesem Jahr an das Ende des 2. Weltkrieges 1945 und die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 80 Jahren.
Das Angebot umfasst Lesungen und Diskussionen, Vortrags- und Theaterabende, Kunstaktionen, Gedenkveranstaltungen auf Friedhöfen, Konzerte, Ausstellungen und die Gelegenheit zum stillen Innehalten.
Im Januar 1945 begann mit dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau die Befreiung von Orten des nationalsozialistischen Massenmordes, der 8. Mai steht historisch für das Ende des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges in Europa.
Anlässlich des 80. Jahrestages werden in Dresden auch Gedenk- und Aufklärungsorte im Rahmen des Projekts „Gedenkareal Dresdner Norden“ weiterentwickelt. An acht Tagen, übers ganze Jahr verteilt, haben Interessierte Gelegenheit für persönliche Einblicke in das Leben der Dresdner während des Weltkrieges. Die Reihe startet im Februar mit persönlichen Berichten zur Bombardierung am 13. Februar 1945. Auch wie Kinder den Sommer kurz nach Kriegsende erlebten, wird thematisiert.
Mit dem Projekt „Gedenkareal Dresdner Norden“ wird auf bedeutende historische Orte von Täterschaft und Opferschaft aus dem 2. Weltkrieg und dem Nationalsozialismus aufmerksam gemacht. Durch kleine Statuen und Info-QR-Codes markiert, kann sich jeder per Smartphone über das Denkmal und seine Geschichte informieren. Zum Beispiel über die umstrittene Gedenkanlage auf dem Heidefriedhof. Das Denkmal soll an die 15.000 Toten der Luftangriffe auf Dresden erinnern.
Ein weiterer Ort ist das ehemalige Zwangsarbeiterlager Hellerberg. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden dort Osteuropäische Zwangsarbeiterinnen untergebracht. Auch der neu errichte Ostflügel des Festspielgelände Hellerau informiert über die Diktatur-Geschichte und Gewaltherrschaft. Die Häuser, die zuvor auf dem Platz standen, dienten der SS als Polizei-Schule.
Auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch beteiligt sich am Gedenkjahr 2025: „Das Jahr 1945 stellt eine Zäsur in der Geschichte Europas dar, deren Auswirkungen uns bis in das 21. Jahrhundert beschäftigen hinsichtlich der Fragen von Verantwortung, Versöhnung und Demokratie. Verbunden mit der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren Zerstörung und Wiederaufbau, Neubeginn und Neuordnung.“
Alle Infos und Termine zu den Veranstaltungen im Gedenkjahr 2025 finden Sie unter 1945.dresden.de.