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Freistaat gedenkt der Gefangenen von Hoheneck

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Im Februar 1950 endete die Ära der sowjetischen Speziallager in der DDR – also vor 75 Jahren. Auf Bitten der SED-Führung wurden die letzten drei Lager Sachsenhausen in Brandenburg, Buchenwald in Thüringen und Bautzen in Sachsen geschlossen. Dieser Zeit wird jetzt im Freistaat gedacht.

Manche von sowjetischen Militärtribunalen verurteilte Menschen sind aus den Lagern entlassen worden; andere sind nur verlegt worden. 1.119 Frauen und 30 Kleinkinder sind ins zentrale Frauengefängnis Hoheneck im Erzgebirge gekommen. Die sächsische Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Nancy Aris hat dazu festgestellt, dass sie unter deutscher Leitung wie Schwerverbrecher behandelt worden seien.

Essen und hygienische Bedingungen in dem überfüllten Gefängnis seien katastrophal gewesen. Kinder seien ihren Müttern entrissen worden und in staatliche Obhut gekommen. Man dürfe diejenigen nicht vergessen, die den menschenverachtenden Strafvollzug in der DDR erleiden mussten, so Aris. Am Dienstag, 11. Februar, findet in der Gedenkstätte Hoheneck eine Gedenkveranstaltung statt – anlässlich des Jahrestages des Gefangentransports.