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Ersatz für Schwimmhalle Klotzsche liegt auf Eis

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Für die alte Schwimmhalle in Dresden-Klotzsche ist über kurz oder lang kein Ersatz in Sicht. Die Stadt will das reservierte Grundstück an der Königsbrücker Straße wieder abgeben, weil für einen Neubau momentan das Geld fehlt.

„Durch die Aufhebung des Vertrages können die Dresdner Bäder Erbbauzinsen von rund 55.000 Euro jährlich einsparen“, sagte uns Sportbürgermeister Jan Donhauser. „Diese Maßnahme zur finanziellen Entlastung der Dresdner Bäder GmbH ist angesichts der derzeitigen Finanzlage einer von mehreren Bausteinen zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität der Technischen Werke TWD.“

Neubau rückt in weite Ferne 

Rund 30 Millionen Euro würde ein neues Bad nach jetzigem Stand kosten. Das kann die Stadt Dresden allein nicht stemmen, Anträge auf Fördermittel wurden abgelehnt. Nach den bisherigen Planungen der Dresdner Bäder GmbH sollte mit dem Ersatzneubau im Jahr 2023 begonnen werden. Es wurde mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet.

„Für den geplanten Standort Königsbrücker Landstraße 100 wurde ein Erbbaurechtsvertrag mit der SachsenEnergie AG geschlossen“, erklärt Sportbürgermeister Donhauser. „Das Projekt befand sich in der Genehmigungsplanung. Damals, im Jahr 2021 waren wir noch von Baukosten in Höhe von 25 Millionen Euro ausgegangen.“ Die zwischenzeitlich deutlich gestiegenen Bau- und Energiekosten haben das Projekt enorm verteuert. Weil die Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist, nimmt die Stadt nun Abstand von einem geplanten Neubau.

Alternativer Standort wäre möglich 

Sollte eine neue Schwimmhalle irgendwann wieder Thema werden, könnte sie laut Donhauser auch auf dem Sportplatz am derzeitigen Schwimmhallenstandort gebaut werden. Eigentümerin ist die Dresdner Bäder GmbH.

Den Weiterbetrieb der bestehenden Schwimmhalle Klotzsche will die Stadt sicherstellen. „In der Wirtschaftsplanung der Dresdner Bäder sind laufende Instandhaltungsaufwendungen eingestellt“, so Donhauser.