Dresdner Wirtschaft: Baut schnell eine neue Brücke!
Die Dresdner Wirtschaft macht in Sachen Carolabrücke Druck: in einem offenen Brief werden die Verantwortlichen bei Stadt, Land und Bund aufgefordert, im nächsten Jahr mit einem Neubau zu beginnen.
Der Wegfall der wichtigen Verkehrsachse habe die Mobilität in der Landeshauptstadt massiv beeinträchtigt, sagen die Unterzeichner. Die verlängerten Fahrtzeiten würden bei dem Unternehmen enorme Mehrkosten verursachen, steigende Preise bei Dienstleitungen seien die Folge.
Die Überreste der eingestürzten Brücke sollten schnellstmöglich beseitigt werden - von einer langwierigen Diskussion über die Gestaltung des neuen Bauwerks raten die Wirtschaftsvertreter ab.
„Die aktuelle Verkehrssituation belastet die gesamte Stadtgesellschaft und hat weitreichende Auswirkungen auf Mobilität, Wirtschaft und Lebensqualität. Es muss daher im Interesse aller liegen, diese zentrale Infrastruktur so schnell wie möglich wiederherzustellen“, unterstreicht Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden.
Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, betont: „Wir können es uns nicht leisten, Verantwortlichkeiten weiter hin und herzuschieben. Die Landeshauptstadt Dresden, der Freistaat Sachsen und der Bund sind hier gemeinsam gefordert, eine ambitionierte Lösung zu finden, um im Sinne der Wirtschaft, aber auch der gesamten Gesellschaft schnellstmöglich einen Ersatzneubau umzusetzen.“
Zu den weiteren Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören der DEHOGA Sachsen e. V., die Dresdner Taxigenossenschaft eG, der Handelsverband Sachsen e. V., die Kreishandwerkerschaft Dresden, der Landesverband des Sächsischen Groß- und Außenhandels/Dienstleistungen e. V. und der Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes e.V.