Dresdner sind „wild auf den Erdbeerm(o)nd“
Mit dem Junivollmond stand in der Nacht zum Donnerstag ein sogenannter Erdbeermond über Deutschland. Die spezielle Bezeichnung für den Juni-Vollmond stammt jedoch nicht von der Färbung, sondern von der Erntezeit für Erdbeeren in diesem Monat.
Dutzende „Mond-Spotter“ warteten zum Beispiel auf dem Dresdner Hellerberg auf den Erdbeermond. Punk 22:30 Uhr hatte das Warten ein Ende. Viele Handys wurden gezückt und zahlreiche Fotos geschossen.
Mond gar nicht so nah an der Erde
Der Erdbegleiter war am Mittwochabend noch etwa 398.000 Kilometer von unserem Planeten entfernt, hieß es vom Freundeskreis der Himmelskunde im osthessischen Bad Salzschlirf. Also gar nicht so nah an der Erde dran. Kurz nach dem Aufgehen wirke er generell größer als wenn er hoch am Himmel stehe. Das sei aber eine optische Täuschung. Der Grund dafür: Wenn der Mond knapp über dem Horizont steht, gebe es Vergleichsmöglichkeiten zum Beispiel mit Bäumen oder Gebäuden.
Keine kreisrunde Bahn um die Erde
Der Mond ist dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge im Mittel grob 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Allerdings ändere sich die Entfernung, da der Trabant keine kreisrunde Bahn um den Planeten durchläuft. Die Entfernung schwanke zwischen rund 360.000 und 405.000 Kilometern.
„Warum die Bahn nicht perfekt kreisförmig ist, hat viele Gründe“, heißt es auf der DLR-Homepage. Dabei spielten die Anziehungskraft der Sonne, die Kräfte zwischen Mond und Erde, aber auch die unterschiedliche Masseverteilung im Erdinneren eine Rolle. (mit dpa)