Diese Rapper waren zu Besuch in Dresden
Spot on in der Landeshauptstadt: Die Semperoper und die Gemälde-Galerie Alte Meister dienten im Dezember als Kulisse für Dreharbeiten eines Musikvideos.
Die beiden Sehenswürdigkeiten sind ein Besuchermagnet für viele Touristen in Dresden. Und auch die Dresdner selbst bewundern das Operngebäude auf dem Theaterplatz und die prunkvollen Kunstwerke der Alten Meister. Nicht umsonst ziert das Motiv der Semperoper die Werbeplakate der Radeberger-Brauerei.
Dürfte also kaum verwundern, dass die beiden Kulturstätten im Dezember für einen Video-Dreh zu einem Rap-Song als Kulisse dienten. Die Musiker Apache 207 und Luciano drehten vor der majästeisch anmutenden Kulisse der Semperoper und dem prunkvollen Ambiente der Gemäldegalerie alte Meister das Musikvideo zu ihrem neuen Song „gesegnet“.
Die zwei Künstler sind den meisten keine Unbekannten. Schnelle Autos, dunkle-Leder Outfits und natürlich die Sonnenbrille: das Outfit des Rappers Apache 207 kommt vielen direkt in den Sinn. Mit der neuen Single „gesegnet“ haben sie ihren neuen Hit in der Nacht zum letzten Freitag veröffentlicht. Berühmte Malereien, in Gold gerahmt und Mamor-Skulpturen, umtanzt von Balletttänzerinnen und mittendrin die beiden Künstler Apache und Luciano.
Bevor die Dreh-Arbeiten allerdings starten konnten, gab es jede Menge Vorkehrungen zu treffen, erklärt uns Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister Holger Jacob-Friesen: „Unsere Gemälde müssen natürlich gut geschützt werden, also mussten wir vorher sicherstellen, dass zum Beispiel die lauten Geräusche der Bässe keinen Schaden an unseren Kunstwerken anrichten. Als klar war, dass alles in Ordnung ist, konnte losgelegt werden.“
Im Dezember ging's in der Gemäldegalerie, quasi nach dem Feierabend für die Galerie-Mitarbeiter, erst richtig los: „18 Uhr hat das Museum geschlossen und ab da liefen die Vorbereitungen für den Videodreh auf Hochtouren“, verrät uns Maria Krusche, die Geschäftsführerin vom Freundeskreis der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie hat den Videodreh mitorganisiert und war auch live vor Ort. Bis nachts 1 Uhr wurde gedreht, gesungen und getanzt. Ihr persönliches Highlight waren die Brakedancer. Der Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister ist vom Ergebnis des Videos beeindruckt und kann sich vorstellen, auch in Zukunft für Anfragen dieser Art die historischen Pforten zu öffnen.