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„Selten allein“: Bunte Kunstwerke im Hauptbahnhof

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Im Hauptbahnhof in Dresden können Reisende farbenfrohe Kunstwerke bewundern. Die Fotografien und Gemälde machen auf ein besonderes Thema aufmerksam: Seltene Krankheiten. Unter dem Motto „Selten allein“ sind im Dresdner Hauptbahnhof seit Freitag 19 Kunstwerke von Betroffenen ausgestellt. Menschen, die an seltenen Krankheiten leiden, haben sie gestaltet, um eine Bühne für wenig bekannte Krankheiten zu geben. „Weltweit gibt es rund 10 000 sogenannte seltene Erkrankungen. Auch in Deutschland sind viele Menschen betroffen. Eine solche Menge an Krankheiten kann kein Arzt kennen“, weiß Reinhard Berner Sprecher des UniversitätsCentrums für seltene Krankheiten. Zusätzlich sind viele dieser Erkrankungen auf Grund ihrer Seltenheit noch nicht hinreichend erforscht. Das macht es Betroffenen Menschen schwer. Oft leiden sie jahrelang an einer Krankheit und wissen nicht an welcher und wie ihnen geholfen werden kann.  Dabei ist eine Diagnose unglaublich wichtig für Menschen mit seltenen Krankheiten weiß betroffene Kristine Braune. Sie leidet an Primäre Ciliäre Dyskinesie kurz PCD, einer Erkrankung bei der die Flimmerhäärchen auf der Lunge oder in den Ohren nicht beweglich sind und daher keinen Schleim abtransportieren können. „Für mich war die Diagnose ein 6 er im Lotto. Endlich wusste ich was mit mir los ist und konnte auf die Krankheit angepasste Therapien erhalten. Seitdem bin ich auch seltener krank.“ Kristine Braune ist eigentlich nicht gern Künsterlin sagt sie, doch für die Ausstellung wird sie seit drei Jahren immer wieder kreativ.

Die Ausstellung macht bereits zum vierten Mal in Dresden auf seltene Krankheiten aufmerksam. Bundesweit werden Kunstwerke Betroffener in Bahnhöfen ausgestellt. 

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Christine Braune leidet an einer seltenen Krankheit. Sie ist für die Ausstellung bereits zum dritten Mal kreativ geworden und erzählt ihre Geschichte