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Fräsen statt buddeln: Österreicher beschleunigen Glasfaserausbau in Sachsen

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Mit einer neuen Technologie aus Österreich treibt der Versorger Sachsen Energie den Glasfaserausbau in der Region weiter voran. Spezielle Maschinen fräsen dabei am Straßenrand nur einen schmalen Schlitz auf, in den ein leeres Rohr gelegt wird. Anschließend lässt die Sachsenenergie dann darin das eigentliche Glasfaserkabel „einschießen“. Das spart jede Menge Zeit, außerdem müssen die Fahrbahnen nicht gesperrt und aufwendig aufgegraben werden.

Die Technologie kommt vor allem bei Ortsverbindungsstraßen zum Einsatz, wo keine Hausanschlüsse verlegt werden. In Rosenthal-Bielatal im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge startete am Mittwoch die Vorbereitung zur Verlegung von Glasfaserleitungen mit dem patentierten Verfahren. Die Maschine des österreichischen Unternehmens wird nun mehrere Monate lang insgesamt 40 km Rohrleitungen in der Region verlegen. Im Anschluss möchte SachsenEnergie das Verfahren auch in weiteren Regionen nutzen, um bis 2028 in Sachsen 200.000 ländliche Haushalte an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen.

„Glasfaser ist die Technologie der Zukunft“, sagt Sandro Brosch, Projektleiter für Breitband bei SachsenEnergie, „für den Ausbau bedeutet das Layjet-Verfahren jetzt eine echte Zeitenwende: Es ist nicht nur die schonendste und schnellste, sondern auch kostengünstigste Variante, in Sachsen Glasfaser zu verlegen.“

Technologie aus Österreich 

Das Layjet-Verfahren wurde von Straßenbauexperten in Zusammenarbeit mit der TU Wien und der TU Graz entwickelt, über Jahre wissenschaftlich begleitet und von der TU München geprüft. Das Besondere: Layjet bringt die Leitungen in einem Schritt ins Straßenbankett, also in den Bereich neben der Straße. Direkt aufeinanderfolgend – mit derselben Maschine – werden ein Schlitzgraben ins Straßenbankett gefräst, die Rohrleitung verlegt und das Straßenbankett wieder verschlossen. Integrierte Kehrbesen sorgen für eine sofort saubere und befahrbare Straße. „Mit dieser Technologie wird es uns möglich, Glasfaser bis zu 20-mal schneller und wesentlich störungsfreier zu verlegen – Win-Win für Anwohner, Kommunen und natürlich auch für uns als bauausführendes Unternehmen.“, so Sandro Brosch.

Hier können Sie sich im Detail ansehen, wie Layjet funktioniert: LAYJET Technologie | Infrastruktur ausbauen

Audio:

Sandro Brosch von Sachsen Energie