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Carolabrücke: Hier hängen 10 Tonnen am Bagger

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Eigentlich sollten die Bagger schon seit Jahresanfang auf der Neustädter Seite die restlichen Teile der eingestürzten Dresdner Carolabrücke aus der Elbe holen. Doch die Bergung gestaltete sich schwieriger als gedacht und dann kam auch noch der Fund des Blindgängers aus dem 2. Weltkrieg dazu!

Nach der Bergung der 250-Kilo-Bombe letzten Donnerstag konnte einen Tag später auch ein Brückengelenk aus dem Fluss geholt werden. Ein weiteres soll im Laufe des Montags aus 7 Metern Tiefe von einem Bagger gehoben werden. So weit ist das Flussbett teilweise im Moment schon ausgespült. „Jedes Gelenk wiegt 10 Tonnen und ist eine Herausforderung“, so Ivar Pommerening, der die Baubetreuung vor Ort leitet.

Mit der Bergung der Brücken-Gelenke ist ein weiterer Meilenstein der Abrissarbeiten geschafft. Als nächstes wird die provisorische Baustraße, die mit sogenannten Wassersteinen in der Elbe errichtet wurde, auf der Altstädter Seite zurück gebaut und auf der Neustädter Seite wieder errichtet. Dann gehen dort die Abbruch- und Bergungsarbeiten weiter. Man sei durch die Bombe nur „zwei Tage im Verzug“, so Pommerening weiter. Ziel sei immer noch, Ende Januar die Brücke für den Schiffsverkehr wieder freizugeben. Dann liegen auch die Meßergebnisse für die Stabilität der noch stehenden Brückenteile A und B vor, die dafür auch maßgeblich sind.

OB Dirk Hilbert wies gegenüber unserem Sender die Kritik zurück, die Abrissarbeiten würden sich in die Länge ziehen, weil nicht genügend Firmen mit Spezialgerät vor Ort im Einsatz seien. „Es sind ja heute schon verschiedenste Firmen im Einsatz, die durch eine Firma koordiniert werden. Das heißt aber nicht, dass nur eine Firma dort arbeitet. Und für die weiteren Abbrucharbeiten ist dann sowieso ein Ausschreibungsverfahren geplant“, so Hilbert.

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