Carolabrücke: Elbe ab sofort bis September gesperrt
Die Elbe in Dresden ist ab sofort im Bereich der Carolabrücke wieder für jeglichen Schiffsverkehr gesperrt. Das hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt angeordnet.
Hintergrund sind die bevorstehenden Abrissarbeiten an den verbliebenen Brückenzügen A und B. Die Sperrung gilt bis Anfang September.
„Jeder ist angehalten, die Elbe im Bereich der Carolabrücke zu meiden, da ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht“, heißt es von der Stadt. „Schifffahrten oberhalb und unterhalb der Carolabrücke können weiterhin stattfinden.“
Am Mittwoch hat das Wasserstraßenamt gelbe Tonnen ausgelegt, die der Gewerbe- und Sportschifffahrt optisch das Durchfahrtsverbot unter der Carolabrücke anzeigen. Diese vorbereitenden Maßnahmen sind wichtig für die in der kommenden Woche beginnenden Abbrucharbeiten und dienen der Erweiterung der Baustraße.
Keine Einschränkungen bei der Weißen Flotte
Die Weiße Flotte hat sich darauf vorbereitet und fährt trotzdem auf allen Strecken. Die Schiffe liegen unterhalb und oberhalb der Brücke und starten von da Richtung Meißen bzw. nach Pillnitz und in die Sächsische Schweiz.
Das Unternehmen geht davon aus, „dass unsere Schiffe nach diesen rund zehn Wochen wieder uneingeschränkt fahren können“, sagte Geschäftsführerin Astrid Rockel. Man plane ab September den normalen Sommerbetrieb auf der Elbe.
Der westliche Verkehrsstrang der Carolabrücke war in der Nacht zum 11. September 2024 überraschend auf etwa 100 Metern Länge eingebrochen. Seitdem ist das Bauwerk aus DDR-Zeiten gesperrt - und wegen weiterer Brüche in der besonderen Spannbeton-Konstruktion akut einsturzgefährdet. Die Stabilität der Brückenreste wird permanent überwacht, die Schifffahrt ist beschränkt. Die restlichen Trümmer des vom Einsturz betroffenen Zuges C wurden in den vergangenen Wochen bereits abgerissen.