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Asylunterkunft in Dresden-Sporbitz wird geschlossen

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Die Asylunterkunft in Dresden-Sporbitz wird Ende März 2025 geschlossen. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Die meisten der dort untergebrachten Bewohner ziehen in Wohnungen; fünf Personen werden in anderen Übergangswohnheimen untergebracht.

Unterbringungspflicht wird erfüllt

Grund für die Schließung ist, dass die Landeshauptstadt Dresden ihre Unterbringungskapazitäten für geflüchtete Menschen an die aktuellen Zugangszahlen angepasst hat. Demnach wird das Objekt in Sporbitz nicht mehr benötigt. Im Januar 2025 wies die Landesdirektion Sachsen der Stadt Dresden 74 Geflüchtete zur Unterbringung zu, im Januar 2024 waren es 116 Personen. Im gesamten Jahr 2024 wurden Dresden 1.585 Personen zugewiesen. Für 2025 geht die  Stadtverwaltung von einer ähnlichen Zahl aus. Die Unterbringung könne ohne das Objekt in Sporbitz sichergestellt werden.

Wohncontainer werden abgebaut

Die Unterkunft am östlichen Stadtrand zu Heidenau ging am 1. April 2023 in Betrieb. 52 Plätze gibt es. Ende Februar wohnten dort 35 Geflüchtete - die meisten aus Syrien. Im Zuge der Schließung der Asylunterkunft werden die Container in den nächsten Monaten demontiert und können nachgenutzt werden, beispielsweise als Baubüro.

Aktuell 4.130 Geflüchtete in Dresden untergebracht

Zum Stichtag 28. Februar 2025 waren 4.130 Personen im Kontext Flucht und Asyl in Unterkünften des Sozialamtes untergebracht. Das Sozialamt verfügte zu diesem Zeitpunkt über 5.606 Plätze. Diese verteilten sich zu knapp einem Drittel auf zentrale Unterkünfte (21 Objekte mit 1.795 Plätzen) und zu knapp zwei Dritteln auf dezentrale Unterkünfte (1.009 Wohnungen mit 3.811 Plätzen)