2.700 Wohnungen in Sachsen zwangsgeräumt
Mit der Miete Monate im Rückstand und kein Ratenplan – in Sachsen sind im vergangenen Jahr 2.700 Wohnungen zwangsgeräumt worden. Das ist ein leichter Anstieg um rund 60 Fälle im Vergleich zum Jahr davor, wie aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Landtag hervorgeht.
Gerichtsvollzieher hatten vor allem in Leipzig und Dresden zu tun – mit 675 bzw. 544 Zwangsräumungen. Auf der Straße zu landen, sei für jeden Menschen ein schlimmer Einschnitt, klagt Landtagsabgeordnete Juliane Nagel, wohnungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion. Schon ein Mietrückstand von zwei Monaten könne zur Kündigung führen.
Die Linke fordert von der Staatsregierung eine Strategie zur Verhinderung von Wohnungsnotfällen. Helfen könnten z.B. Mietschuldenübernahmen durch Darlehen oder eine Schuldnerberatung, aber auch mehr Sozialwohnungen. (dpa/red)