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Wespen, Motten, Fliegen: So halten Sie lästige Insekten fern

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Im Sommer können Insekten zu einer echten Plage im Haushalt werden. Entsprechend groß ist das Angebot an Abwehrmitteln. Doch was bringen Fliegengitter, Duftkerzen und Mottenfallen eigentlich wirklich? Ein Überblick über die bewährtesten Methoden gegen ungebetene Gäste.

Klebefallen oft unschön und teilweise auch unwirksam

Im Handel gibt es diverse Fliegen- und Mottenfallen. Allerdings bieten sie nicht wirklich einen ästhetischen Anblick, sobald die ersten toten Tiere daran festkleben. Bei Pheromon-Mottenfallen kommt hinzu, dass nur die Männchen angelockt werden, während bereits befruchtete Weibchen weiterhin ihre Eier ablegen können. Eine Mottenplage lässt sich damit also kaum bewältigen.

Die beste Vorsorge ist es, alle Lebensmittel im Wohnbereich konsequent verschlossen zu halten. So lässt sich ein Befall mit Getreidemotten von vornherein vermeiden, wenn sich Haferflocken und Müslis in fest verschlossenen Behältern befinden.

Taufliegen beziehungsweise Obstfliegen bleiben fern, wenn sie gar nicht erst Zugang zu Gemüse und Früchten haben, die beispielsweise in verschließbaren Plastikdosen sicher aufbewahrt werden können. Außerdem sollten Flaschen mit Getränkeresten stets zugestöpselt werden.

Fliegengitter schirmen den Wohnraum komplett vor ungebetenem Besuch ab

Andere Insekten wie Stubenfliegen, Wespen oder Mücken halten diese Maßnahmen jedoch nicht ab. Für ein 100 Prozent insektenfreies Wohnumfeld sorgen hier Fliegengitter mit engmaschiger Gaze. Diese können einfach als feste Spannrahmen im Fenster eingesetzt werden. Daneben gibt es auch auf- und zuschiebbare Insektenschutzrollos mit dünnem Gitter oder Fliegenvorhänge. Letztere haben allerdings den Nachteil, dass sie bei einem stärkeren Windstoß Insekten durchaus noch Zutritt in Wohnung und Haus ermöglichen.

Praktisch ist ein feststehendes Fliegengitter oder auch ein heruntergezogenes Insektenrollo vor allem als effektiver Mückenschutz während der Nacht. Denn so kann an heißen Sommertagen das Fenster auch beim Schlafen geöffnet bleiben.

Wespen auf Balkon und Terrasse vertreiben

Im Sommer fallen besonders Wespen durch ihre penetranten Annäherungsversuche unangenehm auf. Oft empfohlene Tipps wie Kupfergeld auf dem Tisch, Duftkerzen, mit Nelken gespickte Zitronen oder gar eine Schale Knoblauchtinktur halten die Stechinsekten, wenn überhaupt, nur äußerst kurzfristig davon ab, sich mit Riesenappetit auf Kuchen und Cola zu stürzen.

Naturschutzorganisationen wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e. V. empfehlen deswegen, sehr aufdringliche Exemplare einfach mit einer Wasser-Sprühflasche zu vertreiben. Durch den feinen Wassernebel wird bei den Tieren der Eindruck erweckt, dass es regnet und sie ergreifen tatsächlich schnell die Flucht. Die Sprühflasche sollte allerdings keinerlei Anhaftungen von Reinigungsmitteln oder anderen chemischen Substanzen aufweisen, um den Tieren nicht zu schaden. Darüber hinaus könnten Chemikalienreste sie erst recht aggressiv machen.

Essen abdecken, Getränke verschlossen halten!

Nahrungsmittel im Freien, die neben dem Essteller stehen, gehören abgedeckt und sollten nach dem Essen gleich weggeräumt werden, um keine Anreize zu schaffen. Von ganz besonderer Wichtigkeit ist es, Getränke verschlossen zu halten. Nicht selten fällt eine Wespe unbemerkt in Limonade oder Bier. Bei einem Stich in Mundhöhle und Rachenbereich besteht durch die einsetzende Schwellung schnell äußerste Lebensgefahr.

Bei Kindern sollten zudem nach den Mahlzeiten immer Mund und Hände gesäubert werden, um Stiche zu vermeiden. Auch hier gilt: Vorsorge ist immer besser als Nachsorge.