Versammlungsgeschehen in Dresden

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Versammlungsgeschehen in Dresden

Stand: 22.00 Uhr 

Landeshauptstadt Dresden

Versammlungsgeschehen in Dresden

Im Zusammenhang mit mehreren Versammlungen in der Landeshauptstadt führte die Polizeidirektion Dresden heute einen Einsatz durch.

Versammlungsgeschehen im Überblick

Am Nachmittag gab es eine Versammlung unter dem Motto Interkulturelles Gastmahl zur Demonstration von Vielfalt und Weltoffenheit, Dialog und Respekt am Neustädter Markt. In diesem Zusammenhang fand auch eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen am Neustädter Mark statt.

Gegen 19.00 Uhr begann eine Versammlung des Pegida Fördervereins e.V. am Wiener Platz. Nach einer Auftaktkundgebung liefen die Teilnehmer über die St. Petersburger Straße und die Prager Straße wieder zurück zum Wiener Platz.

Parallel zur Pegida-Versammlung fanden zwei Gegendemonstrationen statt.

Eine stand unter dem Motto Alle zusammen gegen Faschismus und begann am Wiener Platz. Eine weitere hatte das Motto Kein Fußbreit den Faschist*innen. Sie startete am Alaunplatz und führte die Teilnehmer über die Carolabrücke bis zum Wiener Platz.

Vorkommnisse

Der Aufzug des Pegida Fördervereins e.V. wurde fortlaufend von Personen des Gegenprotestes begleitet. Auf der St. Petersburger sowie am Dr.-Kültz-Ring setzten sich einige der Menschen auf die Straße. Der Demonstrationszug wurde an den Stellen vorbeigeleitet.

Im Bereich der St. Petersburger Straße warfen mehrere Personen Steine in Richtung des Aufzuges. Zwei Tatverdächtige (14, 15) wurden gestellt. Gegen die Jugendlichen aus Syrien und Weißrussland wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Am Wiener Platz gab es Eierwürfe gegenüber der Pegida-Versammlung. Eine 71-Jährige wurde verletzt. Tatverdächtige konnten nicht ausfindig gemacht werden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Weiterhin wurde gegen einen Teilnehmer (27, deutsch) der Gegendemonstration ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Ein Teilnehmer (30) der Pegida-Versammlung wird sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten müssen. Der Deutsche hatte den Hitlergruß gezeigt. Zwei weitere Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Beleidigung wurden gegen Unbekannt eingeleitet.

Einsatzkräfte

Insgesamt 253 Polizisten waren im Einsatz. Unterstützt wurde die Polizeidirektion Dresden von Beamten der Sächsischen Bereitschaftspolizei, der Thüringer Polizei sowie der Bundespolizei.

Zur Unterstützung der Journalistinnen und Journalisten hatte die Polizeidirektion Dresden wiederum ein Medienschutzteam im Einsatz. (ml)

Quelle: www.polizei.sachsen.de/de/MI_2021_83806.htm