Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2019

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Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2019

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2019

Verkehrsunfallentwicklung

Der Leiter der Dresdner Verkehrspolizei, Polizeirat Gerald Baier (42): Der leichte Rückgang an Verkehrsunfällen darf nicht über die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten hinwegtäuschen. Jeden Tag registrieren wir im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden rund 13 Verletzte. Aller 16 Tage stirbt statistisch einer unserer Mitmenschen auf der Straße. Die Verkehrsunfallprävention ist nicht nur polizeiliche Aufgabe, sondern Verpflichtung jedes Einzelnen. Die vorausschauende, regelkonforme und rücksichtsvolle Verkehrsteilnahme liegt in unseren eigenen Händen. Respekt durch Rücksicht ist ein Anfang. 

Landeshauptstadt Dresden

weniger Verkehrstote

weniger Radfahrunfälle

Im Jahr 2019 wurden in der Landeshauptstadt Dresden (ohne Bundesautobahn) insgesamt 14.154 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Das waren 0,6 Prozent weniger als im Jahr 2018 (siehe Abbildung 1).

Dabei verunglückten im vergangenen Jahr 2.624 Personen. Sieben Menschen kamen bei Unfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten sank auf 2.210, die der Schwerverletzten[1] stieg leicht auf 407 (siehe Abbildung 3).

Im Jahr 2019 kam kein Kind auf Dresdner Straßen ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder sank auf 23 (2018: 30). Die Zahl der Leichtverletzten fiel auf 174 (2018: 182). Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (72), Fußgänger (55) und als Mitfahrer (70) beteiligt. .

Mit 23,7 Prozent Anteil waren Vorfahrts- und Vorrangfehler wieder die häufigsten Unfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Verletzten auf Dresdens Straßen. Weiterhin gehörten Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (20,4 Prozent), sonstige Fehler beim Fahrzeugführer (12,0 Prozent), Abstand (8,0 Prozent), Falsches Verhalten gegenüber von Fußgängern (7,0 Prozent) und nicht angepasste bzw. zu hohe Geschwindigkeit (6,2 Prozent) zu den Hauptunfallursachen (siehe Tabelle 1).

Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung

In Dresden sank die Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt (- 0,6 Prozent) wie auch die Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung (- 3,7 Prozent). Bei Unfällen mit Personenschaden gab es einen Rückgang auf 1.140 Verkehrsunfälle (- 3,8 Prozent). Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer im Jahr 2018 noch bei 1.563, sank sie im vergangenen Jahr auf 1.483. Insgesamt 1.276 Personen wurden bei diesen Verkehrsunfällen 2018 verletzt (siehe Abbildung 4), im Jahr 2019 waren dies 1.206.

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, stieg auf 227 gegenüber 212 (2018). 196 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die nur unter Alkoholeinfluss standen.

Unfallfluchten

Die Zahl der Unfallfluchten ist nahezu gleich geblieben. Im vergangenen Jahr entfernten sich 4.121 Verursacher (2018: 4.125) unerlaubt vom Unfallort. Dies sind 29,1 Prozent der von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle. 1.393 Unfallverursacher wurden durch die Ermittler bekannt gemacht. Damit lag die Aufklärungsquote bei 33,8 Prozent.

Landkreis Meißen

mehr Motorradfahrer verletzt

weniger Verkehrsunfälle

Im Landkreis Meißen (ohne Bundesautobahn) ereigneten sich 5.479 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang um 1,1 Prozent entspricht (siehe Abbildung 1).

Im Landkreis Meißen verunglückten im vergangenen Jahr 918 Personen bei Verkehrsunfällen. Neun Menschen (2018: 11) kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Schwerverletzten sank auf 242. Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 667 (siehe Abbildung 3). .

Im zurückliegenden Jahr kam auf den Straßen im Landkreis Meißen kein Kind ums Leben (2018: 1). 17 (2018: 15) Kinder erlitten schwere Verletzungen, weitere 73 (2018: 47) wurden leicht verletzt. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (40), als Fußgänger (21) und als Mitfahrer (29) beteiligt. Die Anzahl der verletzten mitfahrenden Kinder verdoppelte sich nahezu.

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren die Hauptunfallursachen im Landkreis Meißen Vorfahrtsfehler (21,4 Prozent) gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit (16,6 Prozent) und von Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (15,1 Prozent).

Verkehrsunfälle mit Motorrädern[2]

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Motorradfahrer auf 69 gestiegen (2018: 51). Insgesamt 45 (2018: 31) Motorradfahrer wurden verletzt, 3 (2018: 1) von ihnen tödlich. Weitere 23 Motorradfahrer erlitten schwere und 19 leichte Verletzungen (siehe Abbildung 4).

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, stieg auf 118 (2018: 102). 103 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss standen.

Unfallfluchten

 

Im Landkreis Meißen nahm die Polizei 1.190 Unfallfluchten (2018: 1.167) auf. 483 davon konnten durch die Beamten geklärt werden. Damit lag die Aufklärungsquote bei 40,6 Prozent.

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

deutlich weniger Verletzte

mehr verletzte Motorradfahrer

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (ohne Bundesautobahn) ereigneten sich 6.112 Verkehrsunfälle. Dies stellt eine Unfallreduzierung um 0,5 % dar (siehe Abbildung 1).

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verunglückten im vergangenen Jahr 967 Personen bei Verkehrsunfällen. Sieben Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten sank deutlich auf 728. Die Zahl der Schwerverletzten sank leicht auf 232 Personen (siehe Abbildung 3).

Im zurückliegenden Jahr kam auf den Straßen im Landkreis Sächsische

Schweiz-Osterzgebirge kein Kind ums Leben (Vorjahr 1). Die Anzahl der schwerverletzten Kinder betrug 8 (Vorjahr 15). Weitere 67 (Vorjahr: 62) Kinder erlitten leichte Verletzungen. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (22), als Fußgänger (18) und als Mitfahrer (35) beteiligt. Damit stieg die Anzahl der verletzten mitfahrenden Kinder um 6,1 Prozent.

Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht angepasste Geschwindigkeit (19,3 Prozent), gefolgt von Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren (14,9 Prozent) und Abstand (13,7 Prozent).

Verkehrsunfälle mit Motorrädern[3]

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Motorradfahrer auf 126 gestiegen (2018: 109). Insgesamt 89 (2018: 74) Motorradfahrer wurden verletzt, keiner (2018: 1) von ihnen tödlich. 41 Motorradfahrer erlitten schwere und 48 leicht Verletzungen (siehe Abbildung 4).

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, stieg auf 120 (2018: 90). 113 und damit das Gros dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die unter Alkoholeinfluss/Mischkonsum standen.

Unfallfluchten

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nahm die Polizei 1.274 (2018: 1.349) Unfallfluchten auf. Davon konnten 521 geklärt werden. Die Aufklärungsquote lag damit bei 40,9 Prozent.

Bundesautobahnen

keine Verkehrstoten

weniger Verkehrsunfälle

Auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden ereigneten sich im Jahr 2010 insgesamt 1.565 (2018: 1.874) Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Rückgang um 16,5 Prozent (siehe Abbildung 1).

Im vergangenen Jahr verunglückten bei Verkehrsunfällen auf den Bundesautobahnen 275 (2018: 323) Personen. Niemand (2018: 7) kam dabei ums Leben (siehe Abbildung 2). Die Zahl der Leichtverletzten sank auf 197 (2018: 218). Weitere 78 (2018: 98) Personen erlitten schwere Verletzungen (siehe Abbildung 3).

Auf den betreuten Bundesautobahnen kam im zurückliegenden Jahr kein Kind ums Leben. Die Anzahl der schwerverletzten Kinder belief sich auf acht (2018: 2). Weitere 12 Kinder (2018: 15) erlitten leichte Verletzungen. Alle 20 Kinder waren Mitfahrer in Fahrzeugen.

Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden auf den Bundesautobahnen im Bereich der Polizeidirektion Dresden waren zu geringer Sicherheitsabstand mit 24,1 Prozent (2018: 29,7 Prozent), zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit mit 21,8 Prozent (2018: 23,4 Prozent) und Verkehrstüchtigkeit (14,7 Prozent).

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren, blieb gleich bei 16 (2018: 16). Davon verursachten 15 Fahrzeugführer diese Verkehrsunfälle.

Verkehrsüberwachung

Eckzahlen der verkehrspolizeilichen Statistik

Im vergangenen Jahr führte die Polizeidirektion Dresden insgesamt 123.914 Verkehrskontrollen (2018: 124.527), darunter 1.827 Geschwindigkeitskontrollen

(2018: 2.014) durch. Bei den Geschwindigkeitskontrollen überschritten 49.691 Fahrzeugführer (2018: 49.190) die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Insgesamt ahndeten die Beamten der Polizeidirektion Dresden im vergangenen Jahr 115.138 Verkehrsordnungswidrigkeiten (2018: 113.001). 6.533 Fahrzeugführer

(2018: 6.885) mussten sich wegen des Verstoßes gegen die Gurtpflicht, 2.812 (2018: 2.522) wegen des Verstoßes gegen das Handyverbot verantworten.

Verstöße von Radfahrern

Die Zahl der geahndeten Verstöße von Fahrradfahrern beläuft sich auf 5.657 (2018: 6.463).

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[1] Personen, die so schwer verletzt wurden, dass sie nach dem Unfall mehr als 24 Stunden stationär in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

[2] schwere Motorräder mit mehr als 125 ccm und einer Nennleistung von mehr als 11 Kilowatt

[3] schwere Motorräder mit mehr als 125 ccm und einer Nennleistung von mehr als 11 Kilowatt

Quelle: www.polizei.sachsen.de/de/MI_2020_72527.htm