Kein Sieger im Sachsenderby

Zuletzt aktualisiert:

Das 115. Sachsenderby zwischen Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue blieb ohne Sieger. Zum 27. Mal trennten sich beide Konkurrenten Remis. Am Ende hieß es am Freitagabend vor 30.769 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion 1:1 (1:1). Philipp Riese (24.) für die «Veilchen» und Moussa Koné (26.) für Dynamo erzielten die einzigen Treffer des Abends. Dabei konnten die Hausherren weder den Heimvorteil noch eine fast 40-minütige Überzahl nutzen und verpassten ihren dritten Saisonheimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga.

Dynamo-Coach Maik Walpurgis musste seine Startformation zwangsweise auf mehreren Positionen verändern. Kapitän Marco Hartmann und Stellvertreter Patrick Ebert fehlten ebenso wie Niklas Kreuzer. Für sie rückten Patrick Möschl, Sören Gonther und Erich Berko ins Team – allesamt Startelf-Debütanten. Mit Jannis Nikolaou und Philip Heise für Haris Duljevic und Linus Wahlqvist nahm Dynamos Coach zwei weitere Veränderungen im Vergleich zum 2:2 gegen Magdeburg vor.

Die Gäste waren zunächst wacher und versuchten, schnell Profit aus der Dresdner Personalnot zu schlagen. Dresden wirkte verunsichert, musste sich erst finden. Vor allem die Hintermannschaft um Neu-Kapitän Gonther wirkte alles andere als sattelfest, die «Veilchen» konnten allerdings in Form von Jan Hochscheidt (3./14.) und Clemens Fandrich (20.) zunächst keinen Profit daraus schlagen.

Auch beim Auer Führungstreffer präsentierte sich Dynamos Abwehrreihe anfällig, Riese tauchte nach einem Pass des Ex-Dresdners Pascal Testroet in die Tiefe plötzlich frei vor Torwart Markus Schubert auf, der den ersten Saisontreffer von Riese nicht verhindern konnte.

Die Hausherren blieben offensiv zunächst einiges schuldig, fanden aber nach der Gäste-Führung die schnelle Antwort. Aias Aosman schickte Koné mit einem langen Ball auf die Reise, der war nicht mehr zu stoppen und erzielte mit seinem fünften Saisontreffer den Ausgleich. Wiederum nur zwei Minuten später köpfte Brian Hamalainen (28.) nach einem Eckball nur knapp über das Tor.

Anschließend wurde die Partie etwas ruppiger, war nun immer wieder von Unterbrechungen geprägt. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es noch einmal gefährlich. Testroet, der erst zwei Monate zuvor zum sächsischen Konkurrenten gewechselt war, setzte Hochscheidt mustergültig in Szene, der jedoch zentral aus 16 Metern zu einfach vergab.

Auch im zweiten Durchgang war es Rückkehrer Testroet, der für die gefährlichen Momente sorgte. In der 61. Spielminute scheiterte der 28 Jahre alte Angreifer an Dynamo-Keeper Schubert, der Glück hat, dass der Ball nach einem Beinschuss nur knapp neben das Tor trudelte. Auf der Gegenseite konnte sich nur acht Minuten später Aues Schlussmann Martin Männel auszeichnen, der mit einer Glanztat gegen Rico Benatelli rettete.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste allerdings bereits seit über einer Viertelstunde in Unterzahl, denn Nicolai Rapp (53.) hatte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte gesehen. Aus der Überzahl machten die Dresdner aber viel zu wenig.

Audio:

Rico Benatelli zum Remis im Sachsenderby

Aias Aosman zum 1:1 im Sachsenderby gegen Aue

Sören Gonther führte die SGD gegen Aue als Kapitän an

Für Maik Walpurgis war es das erste Sachsenderby