• Alles so schön bunt hier. Foto: Federico Gambarini

  • In Düsseldorf ist die Stimmung prächtig. Foto: Roland Weihrauch

  • Zwei der neun Helden im Kölner Rathaus: Ja, es ist Karneval. Foto: Rolf Vennenbernd

  • Schellenrührer in Mittenwald: Mit dem Lärm der Kuhglocken sollen die bösen Wintergeister ausgetrieben werden. Foto: Peter Lehner

  • Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Ein Leuchtturm-Mann in Mainz. Foto: Andreas Arnold

  • Ein lustiger Clown. Foto: Roland Weihrauch

  • Auch originell: Trump im Schritt. Foto: Oliver Berg

  • Ascot liegt in Düsseldorf: Mit ihrem kreativen Hutschmuck wollen die beiden Karnevalistinnen hoch hinaus. Foto: Roland Weihrauch

  • Wo bleibt der Zug nach Köln? In Bochum lässt er auf sich warten. Eine Oberleitungsstörung hat für erhebliche Verzögerungen im Bahnverkehr in NRW gesorgt. Foto: Bernd Thissen

  • Entfesselte Jecken in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd

  • Lachende Frösche in Mainz: Tier-Kostüme sind in diesem Jahr besonders angesagt. Foto: Andreas Arnold

Karneval im Sonnenschein

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Köln/Mainz (dpa) - In den närrischen Hochburgen hat am Donnerstag unter blauem Himmel der Straßenkarneval begonnen. In vielen Städten stürmten die Frauen an Weiberfastnacht die Rathäuser und übernahmen symbolisch die Macht.

So setzten in Düsseldorf die alten «Möhnen» den Bürgermeister gefangen. In Köln forderte das Dreigestirn die Stadtschlüssel ein.

In Mainz erlebten rund um den Fastnachtsbrunnen Tausende den Auftakt der Weiberfastnacht mit. Vor allem Tierkostüme waren diesmal gefragt: Zebras tanzten ebenso wie Rehe, Frösche und Bienen bei Livemusik, eisigen Temperaturen und Sonnenschein.

In mehreren Städten appellierte die Polizei an die Narren, auf Verkleidungen als Terrorist und auf Waffenattrappen zu verzichten. In Köln ging zudem die Diskussion darüber weiter, ob der Karneval zu einem reinen Massenbesäufnis verkommt. Der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, kritisierte: «Wer behauptet, der Karneval wäre nur Saufen und sonst nichts, der fügt damit dem Karneval und in der Folge der gesamten Stadt Köln einen echten Schaden zu.»

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte zuvor in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt: «Der Karneval ist in den letzten Jahren - oder eher Jahrzehnten - zu etwas geworden, das eher einem allgemeinen Besäufnis entspricht, als dem, was unsere Karnevalskultur ausmacht.» Der Schriftsteller Navid Kermani sagte der dpa: «Wenn nur noch eine Verballermannisierung stattfindet, wenn die Spaßgesellschaft sozusagen durchdreht und es nur noch darum geht, zu grölen und sich möglichst schnell zu besaufen, laufe ich weg.»

Auch die #MeToo-Kampagne gegen Sexismus und Belästigung lieferte Gesprächsstoff. «Fiese Typen gibt es leider überall, ja, aber ich werde mir das Feiern auf keinen Fall vermiesen lassen», sagte dazu «Nonne» Petra in Köln. Katrin im Obelix-Outfit sagte: «Ein bisschen Kuscheln ist okay, aber Nein heißt Nein, auch im Karneval.»

Nicht nur im Rheinland ging es hoch her: Auch die Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht starteten am Donnerstag mit dem «Schmotzigen Dunschtig» in die heiße Phase der fünften Jahreszeit.