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Innovative Technik: Die besten Lösungen für maximale Sicherheit im Eigenheim

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Smart-Home-Technologie bietet ein Mehr an Sicherheit im eigenen Haus

Sicherheit im eigenen Zuhause wird immer wichtiger. Da, wo man sich am wohlsten fühlt und am meisten Zeit verbringt, möchte man keinen Gefahren ausgesetzt sein. Einbrecher, Brandgefahren, gefährliche Haushaltsgeräte – all das möchte man gern so weit wie möglich ausschließen.  Moderne Technik macht’s möglich, aber nicht nur. In bestimmten Fällen reichen auch einfache Vorsichtsmaßnahmen, um Gefahren zu vermeiden.

Einbrecher kommen oft tagsüber

Schnell ist es passiert: Ein offenes Fenster, eine nicht verschlossene Tür, und schon fühlen sich ungebetene Gäste geradezu eingeladen, ins Haus einzubrechen. Viele unterschätzen die Gefahren vor einem Einbruch. Wenn das Haus zudem noch abgelegen eines dicht besiedelten Wohngebietes liegt, fühlen sich Einbrecher regelrecht angezogen. Gerade Altbauten verfügen über wenig Sicherheitstechnik, um unerwünschte Eindringlinge abzuwehren. Mit moderner Smart-Home-Technologie ist aber vieles möglich. Aber das allein reicht nicht aus, denn grundsätzliche Maßnahmen wie sichere Fenster und Türen sind der Schlüssel für ein einbruchsicheres Eigenheim.

Wer ein Haus bewohnt, das vor den 90er Jahren gebaut wurde und Fenster und Türen noch aus dieser Zeit stammen, sollte prüfen, ob diese noch als einbruchssicher nach den DIN-Normen für eine einbruchhemmende Ausstattung gelten. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen prüfen gern den entsprechenden Bedarf. Im Allgemeinen ist es wichtig, abschließbare Fensterbeschläge in Betracht zu ziehen, entweder durch Nachrüstung oder durch den Einbau neuer Fenster. Letzteres kann ohnehin sinnvoll sein, wenn diese bereits älteren Datums sind und ein Austausch auch aus energietechnischer Sicht ratsam wäre. Einbruchhemmende Fensterbeschläge verhindern, dass Einbrecher den kompletten Beschlag verschieben können. Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsschließbleche gehören ebenfalls zum Standard moderner Fenster. Weitere Faktoren wie Widerstandsklassen und einbruchhemmende Rollladen sollte man ebenfalls in Betracht ziehen. Fenster, die bis ca. Mitte der 90er Jahre gebaut wurden, können meist auch effektiv einbruchsicher nachgerüstet werden. Das gilt auch für Haustüren, wohingegen neue Türen einen meist weitaus besseren Sicherheitsstandard durch entsprechend verstärkte Türblattkonstruktionen bieten. Aber auch bei vorhandenen Türen im Außenbereich kann es sich lohnen, neue Schließzylinder einzubauen, die für einen höheren Einbruchschutz sorgen.

Oft bestehen noch zusätzliche Möglichkeiten, von außen ins Haus zu gelangen. Da ist z. B. die versteckte Kellertür oder der Terrassenausgang, wo eine Nachrüstung oder ein Austausch sinnvoll wären. Entsprechende Alarmsysteme können Schwachstellen aber ebenfalls effektiv beheben. Dies ist via Smart-Home-Technologie möglich, so dass alle Sicherheitsmaßnahmen zentral über eine Steuereinheit oder sogar vom Smartphone aus geregelt werden können. Auch Rollläden können zeit- oder ferngesteuert darüber hoch- und runtergefahren oder das Licht in verschiedenen Räumen ein- und ausgeschaltet werden, was gegenüber Einbrechern den Anschein erweckt, jemand sei zuhause. Teurer, aber als noch sicherer gilt die klassische Alarmanlage, z. B. eine Funkalarmzentrale. Wer aber bereits bei Fenstern und Türen die modernsten Standards einhält, braucht nicht zwingend ein Alarmsystem, sondern kann mit der Smarthome-Technologie diese Sicherheiten noch weiter optimieren. Eine Überwachung im Eingangsbereich des Hauses per Kamera wäre z. B. ebenfalls über das Smartphone möglich. Auch können Kameras auf dem Grundstück installiert und somit Videos vom Täter aufgezeichnet werden, die bei einem möglichen Einbruch als Beweismittel verwendet werden können. Eine Gefahrenwarnanlage kann ins Netzwerk der Smart-Home-Technologie eingebunden werden und so effektiv vor Einbrechern warnen. Die einzelnen Komponenten können kabellos und somit batteriebetrieben über das Netzwerk gesteuert werden. Zu den Komponenten gehören Innenkameras, Funk-Innensirenen sowie Funk-Öffnungsmelder für Fenster und Türen.

Brandgefährlich: Kein Haus ohne Rauchmelder


Inzwischen gilt auch in älteren Bestandsgebäuden seitens der Bundesländer die Pflicht, Rauchwarnmelder im Haus zu installieren.  In Berlin und Brandenburg gibt es noch eine Übergangsfrist bis Ende 2020. Bei Rauchentwicklung schlagen sie Alarm, noch bevor sich der Brand ausgebreitet hat. Das kann Leben retten. Erhältlich sind einfache batteriebetriebene Brandmelder in jedem Baumarkt, und das für kaum mehr als 10 Euro pro Stück. Vor allem in Fluren sowie im Schlaf- und Kinderzimmer sind sie Vorschrift. Bei Neu- oder Umbauten können Rauchmelder aber auch „smart“ betrieben werden und somit für noch mehr Sicherheit sorgen. Das ist entweder über Funk oder kabelgebunden möglich.

Fälschlicherweise werden die meisten Rauchmelder alle in einen Topf geworfen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Lebensrettern sind jedoch teilweise erheblich. Anstelle von Rauchmeldern können auch Streulicht-Rauchwarnmelder oder in Küchen und Bädern sogenannte Wärmewarnmelder installiert werden. Normale Rauchwarnmelder arbeiten foto-optisch bzw. foto-elektrisch, das heißt, dass eine Diode, die einen Infrarotstrahl aussendet, automatisch erkennt, sobald sich Rauchpartikel in der Luft befinden. Thermo-optische Rauchwarnmelder sind eine Kombination aus Rauch- und Wärmewarnmeldern und erkennen nicht nur Rauch, sondern auch hohe Temperaturen. Wärmemelder reagieren nur auf Wärme und sollten allenfalls in Küchen und Bädern eingesetzt werden, wo es häufig zu Dämpfen kommt und ein Rauchmelder sofort ausschlagen würde. Sie sind allerdings nicht für normale Räume geeignet, da sie dort erst reagieren würden, wenn es bereits brennt. Eine Kombi-Lösung aus Rauch- und Wärmewarnmelder macht in der Küche nur dann Sinn, wenn man die Rauchmeldefunktion auch deaktivieren kann. Es besteht dann immer noch die Möglichkeit, bei Bedarf auch die Rauchmeldeeinheit zusätzlich zu aktivieren. Weitere Kombigeräte, die vorwiegend aus den USA kommen, können noch mehr: Sogar geruchsloses Kohlenmonoxid können solche Geräte erkennen.

Zurück zum smarten Rauchmelder: Im Falle einer Vernetzung aller Rauchmelder im Haus schlagen alle gleichermaßen Alarm, sobald ein Rauchmelder in Aktion tritt. Eine Verkabelung ist in der Regel nicht notwendig, da alle Geräte über Funk miteinander vernetzt werden. Man kann auch später einzelne Geräte nachrüsten oder austauschen, ohne eine erneute Verkabelung zu benötigen. Vernetzt mit einem Smart-Home-System können die Rauchmelder dann auch über das Smartphone Alarm schlagen und theoretisch den Hausbesitzer sogar unterwegs vor einem Brand im Haus warnen. Es gibt sogar Systeme, die erkennen können, woher der Rauch kommt, wo sich die Hausbewohner gerade aufhalten und damit noch gezielter vor Rauchentwicklung warnen.

Gefährliche Elektrogeräte

Oft stellen sogar Elektrogeräte ein Sicherheitsrisiko dar. Veraltete Geräte, evtl. sogar mit Defekten, gehören ebenso dazu wie neuere Geräte, die häufig aus Fernost zu Ramschpreisen verkauft werden. Es fehlt hier oft an einer CE-Kennzeichnung. Billige Ladestecker oder Funksteckdosen, die leicht überhitzen und darüber hinaus noch den Funkverkehr stören können, sind keine Seltenheit. Solche Geräte werden oft erst von der Bundesnetzagentur im Handel entdeckt, wenn davon bereits einige verkauft wurden. Insofern kann es sein, dass ahnungslose Konsumenten sich nichts dabei denken und diese Geräte in Betrieb haben. Daher sollte man genau hinschauen, was und wo man etwas bestellt oder kauft. Besonders bei elektronischem Kinderspielzeug ist Vorsicht geboten, aber es droht auch Gefahr im Kinderzimmer, wenn geprüfte Geräte unsachgemäß von Kindern genutzt werden. Man sollte kleinere Kinder daher nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn sie mit Smartphone, Tablet oder anderen smarten Geräten spielen. Aber auch andere vermeintlich sichere Geräte können Schaden anrichten. Kühlgeräte, die bei Abwesenheit überhitzen oder andere Geräte mit Standby-Funktion, die quasi ständig auf „on“ stehen, können Kurzschlüsse mit Brandgefahr auslösen. Die Smart-Technologie ist auch hier nützlich, denn mit denselben Möglichkeiten, mit denen man in Urlaubszeiten zur Abschreckung von Einbrechern das Licht und bestimmte Geräte zeitgesteuert ein- und ausschaltet, lässt sich dies natürlich auch sicherheitsbedingt programmieren. So kann man die Steckdose, an die der Fernseher angeschlossen ist, auch über Nacht oder bei Abwesenheit per Zeitsteuerung oder einfach per Smartphone von unterwegs ausschalten und somit auch noch Strom sparen.


Smarte Technik im eigenen Haus bietet ein Mehr an Sicherheit und ist zudem noch komfortabel in der Bedienung. Zwar können nicht alle Sicherheitsmerkmale über die Smart-Home-Technologie abgedeckt werden, aber als Ergänzung ist sie allemal ein Plus. Einziger Schwachpunkt sind mögliche Sicherheitsmängel in der Smart-Home-Technologie an sich. Damit Hacker keine Chance haben, in das System einzudringen, sollten sichere Passwörter verwendet und Dritten nicht zugänglich gemacht werden.

In jedem Fall kann man mit geeigneten Maßnahmen zum Einbruchsschutz auch Fördergelder erhalten, beispielsweise bei der KfW mit dem „Einbruchschutz- Investitionszuschuss“. Auch bieten Hausratversicherungen Vergünstigungen bei den Beiträgen an, wenn Einbruchsschutzmaßnahmen zur Sicherheit im Haus beitragen. Über alles rund um Einbruch- und Brandschutz informieren die örtliche Polizeidienststelle sowie Fachbetriebe für Türen- und Fensterbau sowie dem Elektrohandwerk.