• Eigene Solarzellen auf dem Dach sind eine Option für eine sparsame und ressourcenschonende Stromversorgung.

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Energiesparen zu Hause – clever für sich und die Zukunft handeln

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In Sachsen planen immer mehr Menschen daran, Energie zu sparen. Gerade für Verbraucher lohnt sich das Energiesparen in zweierlei Hinsicht: Zum einen spart jeder damit bares Geld, zum anderen ist das ein wertvoller Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. Ob erneuerbare Energien, günstigere Gaspreise oder Energiesparwettbewerbe – es gibt viele gute Ideen, um im Jetzt für die Zukunft zu handeln.

Energie sparen als Herausforderung

Maximal Energie im eigenen Zuhause zu sparen, ist eine Herausforderung, der sich mancher Verbraucher gerne stellt. So hat sich Timo Leukefeld (44) aus dem sächsischen Freiberg mit seinem Haus 2013 einen persönlichen Spar-Traum erfüllt: Er hat das erste Haus in Deutschland gebaut, das nicht an ein Strom- und Gasnetz angeschlossen ist. Zu hundert Prozent bezieht die vierköpfige Familie ihre Energie selbst aus der Sonne. Rund 114 Quadratmeter Kollektoren und Solarzellen hat Timo Leukefeld dafür verbaut. Fußbodenheizung aus Erdwärme, Wasser für Toilette und Garten aus dem Brunnen – ein intelligent vernetztes System, bei dem sich laut Hausbesitzer niemand einschränken muss. Eine Investition von knapp 400.000 Euro, die sich auf Lebenszeit bezahlt machen wird.

Das Energiesparen innerhalb der eigenen vier Wände hat die Verbraucherzentrale Sachsen zum Weltverbrauchertag in Dresden im vergangenen Jahr 2018 ebenfalls zum Hauptthema gemacht. Praktische Tipps für energiesparende Geräte im Haushalt oder eine verbesserte Wärmedämmung sind für den Endverbraucher genauso hilfreich wie ein regelmäßiger Marktabgleich. So ermöglicht ein Gasvergleich über das Portal Verivox.de, die günstigsten Gasanbieter in der Region praktisch miteinander vergleichen zu können. Mit einem Anbieterwechsel können Haushalte je nach Wohnort bis zu mehreren Hundert Euro sparen!

Die Jugend Sachsens mit neuen Ideen

Seit vielen Wochen versammeln sich Schüler und Schülerinnen weltweit jeden Freitag auf der Straße, um für ein Umdenken in der Klimapolitik zu streiken. Die Aktion, die die schwedische Schülerin Greta Thunberg im Alleingang begonnen hat, hat sich wie ein Strohfeuer weiterverbreitet. Auch in Dresden hat sich eine Fridays For Future-Bewegung formiert. Die Schüler setzen sich immer lauter ein für die Ziele des Pariser Klimaabkommens und stellen konkrete Forderungen an die Politiker.

Das Gefühl, endlich handeln zu müssen, haben heute immer mehr Menschen. So entstehen Initiativen wie der „Energiesparmeister“, die seit 2008 jedes Jahr Preise an engagierte Schulen im ganzen Bundesgebiet vergibt. Initiiert vom Bundesumweltministerium honoriert diese Aktion Klimaschutzprojekte an deutschen Schulen sowie deren Schüler, die sich dafür einsetzen. Zweimal hintereinander haben in diesem Wettbewerb Schulen in Sachsen gewonnen: 2017 war es die christliche Schule in Leuben, die zum Energiesparmeister in Sachsen gekürt wurde und 2018 wurde das Berthold-Brecht-Gymnasium in Dresden zum Vorbild-Akteur für mehr Klimaschutz.


Erneuerbare Energie-Events in Dresden


Wer wie Timo Leukefeld ein komplett energieautarkes Haus besitzt, spart nach eigenen Aussagen bis zu 5.000 Euro an Kosten – jedes Jahr! Doch es zählen auch kleinere Erfolge. Tipps zum Energiesparen vermitteln in Dresden regelmäßig verschiedene Stellen. So haben die Dresdener Stadtwerke vor einem Jahr bereits einen Tag der Erneuerbaren Energien im World Trade Center veranstaltet. Für Hausbauer, Hausbesitzer wie für Mieter gibt es viele umweltfreundliche Energiespartipps.

Die VEE Sachsen e. V. lädt dieses Jahr ein zum Tag der Erneuerbaren Energien ins Dresdener Programmkino Ost: Am 24. April 2019 zeigt die Organisation dort den Film „Climate Warriors“ mit anschließender Diskussion. In den darauffolgenden Tagen wird der aufrüttelnde Film auch in Chemnitz und Leipzig Anlass sein, um über die Möglichkeiten der Energiewende nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Für die Zukunft werden jetzt schon eine Menge Ideen in erste Projekte umgesetzt. Eine Informationsveranstaltung mit Besichtigung wird am 2. Mai 2019 den Blick auf ein innovatives Parkplatzsystem in Dresden richten. Das Elektrobildungs- und Technologiezentrum e. V. (EBZ) präsentiert hier einen Parkplatz mit Elektroladesäulen, PV-Carport und Speichersystem.
Schnelle Energiespartipps

Wer im Alltag Energie sparen will, für den gibt es einige wertvolle Tipps, die im eigenen Haushalt zu Buche schlagen können. So trägt jeder einzelne Haushalt zu einer besseren Energieeffizienz bei:

  • Waschmaschinen voll machen!
    Die Anzahl der Waschmaschinengänge ist deutlich zu reduzieren, indem das Gerät immer bis zur maximalen Zuladung gefüllt ist. Dann wählen Sie stets nur die wirklich notwendige Höchsttemperatur und Höchstdauer für einen Waschgang.
  • Weg mit alten Stromfressern!
    An der falschen Stelle sparen Sie, wenn Sie alte Herde oder Kühlschränke weiterbenutzen, bis sie irgendwann ihren Geist aufgeben. Moderne Haushaltsgeräte mit Energieeffizienzklasse +++ sparen vom ersten Tag an Stromkosten.
  • Passenden Kochtopf wählen!
    Jeder Kochtopf sollte immer ganz genau auf die entsprechende Herdplatte passen. Wenn die Platte größer ist als der Topf, geht zu viel Energie verloren.
  • Durchflussbegrenzer für Wasserhähne einsetzen!
    Eine kleine Düse im Wasserhahn kostet nur knapp fünf Euro, kann aber um die 135 Liter Wasser pro Person und Tag einsparen! Der Durchflussbegrenzer mischt dem Wasser Luft zu und reduziert so den Wasserverbrauch um die Hälfte.
  • Weniger heizen!
    So oft sie können und es die Außentemperaturen erlauben, schrauben Sie Ihre Heizkörper herunter. In der Nacht und bei Abwesenheit ist es unnötig, Heizungen einzuschalten.
  • Geschirrspüler statt von Hand waschen!
    Mit einer energieeffizienten, modernen Geschirrspülmaschine brauchen Sie immer weniger Wasser und Strom, als wenn Sie per Hand abwaschen. Ein Vorspülen ist bei solchen Geräten ebenfalls nicht mehr nötig. Befüllen Sie außerdem Ihre Maschine immer voll!
    Falls Sie noch per Hand spülen: Beim Handwaschen sollten Sie vermeiden, warmes Wasser einfach laufen zu lassen.
  • Richtig kühlen!
    Stellen Sie niemals etwas Heißes oder noch sehr warmes in den Kühlschrank, das verbraucht viel Energie beim Runterkühlen. Außerdem sollten Sie den Kühlschrank stets möglichst voll füllen, so kühlen die Geräte besser und das Gerät wärmt sich nicht so schnell auf, wenn Sie die Tür öffnen.
  • Wasser sparen!
    Mit einem wassersparenden Duschkopf können Sie ebenfalls Ihren Wasserverbrauch deutlich drosseln. Rund ein Drittel weniger macht dies aus: Bei einer zehnminütigen Dusche bedeutet das statt 150 Litern Wasser nur noch 50 Liter! Effiziente Duschköpfe können überdies auch Energie sparen helfen – gerade beim Warmduschen.