Deutsch Russische Ausstellung in Moskau eröffnet

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Dresden und Moskau sind ab heute durch eine einmalige Ausstellung verbunden. In einer großen Schau werden zum ersten Mal gemeinsam Meisterwerke der Romantik von russischen und deutschen Malern präsentiert. Gezeigt werden außerdem berühmte Objekte, wie der Dirigierstab von Carl Maria von Weber oder die Stiefel von Napoleon. Bis Anfang August sind die über 300 Exponate in Moskau ausgestellt. Die Ausstellung „Träume von Freiheit. Romantik in Russland und Deutschland“ kommt im Oktober dann ins Albertinum.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Gemälde der Romantik aus der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau und dem Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, etwa von Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Alexei Wenezianow und Alexander Andrejewitsch Iwanow. Die Romantik ist eine Zeit des Umbruchs in Europa, bestimmt von den Kämpfen um Freiheit. Die freiheitlichen Ideen der französischen Revolution verbreiten sich über den gesamten Kontinent, während Napoleon diesen mit Krieg überzieht. Die konservativen Regierungen in Russland und den deutschen Staaten zielen darauf, Bürgerrechte einzuschränken.

Dieser Zeit des Umbruchs stellen die Künstler der Romantik einen von Gefühlen dominierten künstlerischen Kosmos mit revolutionärem Potential entgegen. Ihre Träume von Freiheit verbinden individuelle Lebensentwürfe mit gesellschaftlichen Utopien. Sie entwickeln höchst individuelle Stile mit hoher Wiedererkennbarkeit in der Malerei, der Komposition und der Deutung klassischer Erzählungen der antiken und biblischen Geschichten, wie auch der wichtigsten Gattung dieser Epoche, der Landschaftsmalerei.