Bund stellt 12,8 Millionen Euro für Dresdner Fernsehturm bereit

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Der Bund stellt fast 13 Millionen Euro für die Sanierung des Dresdner Fernsehturms zur Verfügung. Das entschied heute der Haushaltsausschuss in Berlin. Vorraussetzung ist, dass Land und Stadt, die andere Hälfte der Sanierungskosten tragen. Ministerpräsident Kretscher und Oberbürgermeister Hilbert begrüßten die Entscheidung. Die Chance für die Wiedereröffnung sei nie so gut gewesen wie jetzt, hieß es. In Kürze soll ein Betreiberkonzept im Rathaus diskutiert werden.

In einer repräsentativen Onlinebefragung unseres Senders durch das Ifak-Institut hatten sich drei Viertel der befragten Dresdner für eine Sanierung und Wiedereröffnung ausgesprochen.

Hier die Mitteilung und Reaktionen von Staatskanzlei, Stadt und Funkturm-Betreiber lesen:

Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Der Fernsehturm liegt den Dresdner sehr am Herzen. Deshalb freue ich mich, dass es gelungen ist, Geld vom Bund zu akquirieren. Für seinen Einsatz dafür möchte ich dem Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk danken. Die Chance für eine Wiedereröffnung der einst so beliebten Aussichtsplattform und des Restaurants für die Dresdner und ihre Gäste war noch nie so gut wie jetzt. Wir sollten sie beherzt ergreifen. Daher wird auch der Freistaat das Projekt unterstützen.“

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Eine Machbarkeitsstudie und ein Betreiberkonzept liegen auf dem Tisch. Wir sind auf einem guten Weg. Mit diesem Rückenwind aus Berlin können wir zielorientiert weiterarbeiten. Es gibt eine Perspektive für den Dresdner Fernsehturm und das freut mich als Dresdner ganz besonders. Das wird ein gutes Stück Arbeit, aber wir sind dem Ziel deutlich näher. Mit dieser Finanzierungsoption gibt es die berechtigte Hoffnung, sich auf eine Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturmes zu freuen.“

Geschäftsführer Deutsche Funkturm, Bruno Jacobfeuerborn: „Der Fernsehturm ist nicht nur ein wichtiger Funkstandort, sondern auch ein bedeutendes Wahrzeichen für Dresden. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt, dem Freistaat und dem Bund an der Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit zu arbeiten“.

Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden erarbeiteten die Architekten der Firma Grebner beraten + planen GmbH eine Machbarkeitsstudie zum Fernsehturm, die der Freistaat Sachsen bereits mitgefördert hat. Sie wurde in einer Bürgerversammlung am 25. September 2017 vorgestellt. Eine Konzeptstudie zur Betreibung erstellte die STESAD GmbH. Grundlage für eine nachhaltige Planung ist neben der für die Wiedereröffnung notwendigen Baumaßnahmen, ein tragfähiges Betriebskonzept für die öffentlich zugänglichen Bereiche.  Beim nächsten Treffen der Steuerungsgruppe „Fernsehturm“ im Dresdner Rathaus werden die aktuellen Konzepte auf der Basis der Finanzierungsoption geprüft und erörtert. Mitglieder der Steuerungsgruppe sind neben dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert und dem Fernsehturmverein Dresden e. V. auch die Deutsche Funkturm GmbH, die Dresdner Stadtratsfraktionen und Verwaltungsmitarbeiter.

Jetzt kann aus der Idee den Fernsehturm zu beleben, Wirklichkeit werden, das bürgerschaftliche Engagement wird belohnt. Nötig ist nun ein gemeinsam abgestimmter Kostenplan, um damit die Fördermittel des Bundes zu beantragen. Diese müssten durch Mittel von Stadt und Freistaat ergänzt werden.

Seit langem wird über eine Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturms diskutiert. Eine Sanierung würde mindestens 15,5 Millionen Euro kosten. Wie sollte Ihrer Meinung nach vorgegangen werden?