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Beschenken – So klappt es mit der persönlichen Aufmerksamkeit!

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Auch wenn Weihnachten, das Fest der Liebe, nun wieder vorbei ist, fragen sich doch viele Menschen in der Region schon für die nächsten Anlässe: Was soll ich meinen Liebsten nur schenken? Oftmals gibt es zu Geburtstagen nur Standardpräsente, Gutscheine und andere verhältnismäßig lieblos erscheinende Gaben. Doch wie gelingt es, individuelle und auf die Person geschneiderte Geschenke zu machen? Wie erzeugt man echte Freude bei der beschenkten Person? Wieso schenken wir überhaupt und warum ist es so wichtig, dass die Leute sich über unsere Geschenke freuen? All diese Fragen möchten wir im folgenden Artikel beantworten und den einen oder anderen Hinweis geben, was für Geschenke sich am besten eignen.

Warum schenken wir überhaupt?


Beschäftigen wir uns einmal zunächst mit der Frage, warum wir Menschen uns gegenseitig überhaupt beschenken. Schließlich wäre es doch wesentlich günstiger für alle Beteiligten, wenn wir darauf einfach verzichten würden und auch keinerlei Bedürfnis hätten, uns zu beschenken. Schließlich kosten die Geschenke durchschnittlich eine Menge –auch zum letzten Weihnachtsfest wurde wieder eine Menge Geld ausgegeben. Was motiviert die Menschen? Geht es nur darum, die Bedürfnisse der anderen zu motivieren? Geht es um den unterbewussten Wunsch, selbst Geschenke zu bekommen? Nun, all diese Faktoren mögen eine Rolle spielen. Einen wichtigen sollte man dabei keinesfalls außer Acht lassen, nämlich die sogenannte Reziprozität.

Die Psychologie der Geschenke

Tatsächlich gibt es eine ganze Sektion in der Psychologie, die sich mit dem Schenken beschäftigt. Dabei hat sie ein sehr interessantes und nachvollziehbares Prinzip entdeckt, nämlich das der Reziprozität. Dabei handelt es sich durchaus um ein komplexes Thema, doch hier wollen wir nur in Kürze darauf eingehen. Es geht letztendlich um das Gefühl, etwas zurückgeben zu wollen, wenn man etwas erhalten hat. Dieses Gefühl wird übrigens auch beispielsweise im Marketing genutzt, beispielsweise bei Rabattaktionen. Dabei spekulieren die Unternehmen darauf, dass man als derjenige, der Prozente erhält, automatisch etwas zurückgeben will. An diesem Beispiel sieht man gut, dass das Prinzip dahinter keineswegs bewusst funktioniert, sondern es sich hier tatsächlich um unterbewusste Abläufe handelt.

Übrigens ist es so, dass glücklichere Menschen offensichtlich dazu neigen, lieber und mehr zu schenken – es ist also offensichtlich so, dass unsere Bereitschaft zur Gabe sehr von unserem eigenen Gemütszustand abhängt. Diese Tatsache mag ein wenig dahingehend überraschen, da die Menschen in Deutschland nicht immer unbedingt den allerzufriedensten Eindruck machen.

Warum persönliche Geschenke besser sind

Man kann allerdings berechtigt die Frage stellen, warum es denn ausgerechnet persönliche Geschenke sein sollen. Warum nicht der gute alte Amazon-Gutschein? Damit können die Freunde, Bekannten, Verwandten oder Liebsten ja quasi fast schon alles kaufen, was sie sich überhaupt nur wünschen könnten. Das mag wohl stimmen! Aber es geht uns ja vor allem darum, unseren Liebsten eine Freude zu machen, die nur sie bekommen, die sozusagen persönlich auf sie zugeschnitten ist. Es geht uns doch selbst so: Was bleibt wohl länger in Erinnerung? Ein relativ anonymes Geschenk, das maximal im Alltag verwendet werden kann oder ein persönlich auf uns zugeschnittenes Event oder Objekt, an das wir uns aus diesem Grund lange erinnern.

Schließlich geht es ja genau darum, dass das Geschenk die Persönlichkeit des oder der Glücklichen widerspiegelt.

Event oder Objekt?

Es scheinen sich mittlerweile zwei verschiedene Schenk-Typen herauskristallisiert zu haben. Die einen schenken vor allem gerne Events, egal, ob es sich dabei nun um sportliche, kulturelle oder andere in der Freizeit stattfindende handelt. Hierbei geht es vor allem um das Erlebnis. Andere wiederum setzen auf Geschenke von Dauer, also meistens in Form von möglichst treffend gewählten Objekten.

Dabei ist es an und für sich gar nicht besonders schlau, sich selbst einem dieser Typen zuzuordnen und sich darauf zu beschränken. Denn oftmals freuen sich Menschen am meisten über eine Kombination aus beidem. Events etwa bieten sich gerade in und um Dresden schon allein deshalb an, weil es davon eine ganze Menge gibt – als Landeshauptstadt ist unser Elbflorenz nun einmal ein beliebter Spielort für Bands, Kabarettisten und andere Künstler. Insofern ist es empfehlenswert, diese Option niemals außer Acht zu lassen und sich entsprechende Veranstaltungskalender zu Gemüte zu führen!

Selbstverständlich kann etwa schöner Schmuck oder ein nach dem Geschmack des Beschenkten gewähltes Buch ein sehr schönes Objekt zum Verschenken sein – aber auch hier geht es weniger um Geldwert als um die Geste an sich. Das ist eine grundsätzliche Überlegung. Im Zentrum muss immer stehen, dass die beschenkte Person sich auf eine positive Art und Weise persönlich angesprochen fühlt.

Persönliche Vorlieben herausfinden

Um persönliche Geschenke zu machen, muss man natürlich zunächst einmal die persönlichen Vorlieben der Personen kennen, die man beschenken möchte. Bei Partnerinnen und Partnern kennt man sie in aller Regel natürlich. Bei Freunden wird es dann aber schon schwerer. Schließlich trifft man diese zwar regelmäßig, häufiger aber auch in größeren Abständen. Nun, meistens ist es so, dass man sich in geschlossenen Freundeskreisen bewegt. Also einfach mal versuchen, bei den anderen Freundinnen und Fragen nachzufragen.

Über diese Quellen kann man nämlich in aller Regel schnell herausfinden, welche Interessen von unseren „Zielobjekten“ aktuell verfolgt werden. Ist es zum Beispiel ein bestimmter Sport, lassen sich Event- und Objektgeschenk wieder optimal kombinieren. Handelt es sich eher um eine besonders reisefreudige Person, macht es Sinn, zusammenzulegen und zum Beispiel einen Städtetrip oder eine Kurzreise zu schenken. Selbstverständlich ist die Budgetgestaltung dabei immer von der Frage abhängig, um welchen Anlass es dabei gehen soll.

An gemeinsame Geschichten erinnern

Das I-Tüpfelchen beim Thema Geschenke ist es natürlich, wenn man im Stande und willens ist, sich so viele Gedanken zu machen, dass man nicht nur das Interesse des Ziels kennt, sondern darüber hinaus auch weiß, wie man eine Gemeinsamkeit mit der eigenen Person herstellen kann. Oder auf Deutsch: Wie kann ich als Person, die etwas schenken möchte, mit dem Geschenk die Beziehung zum Beschenkten betonen? Nun, das geht an sich relativ leicht und wird mittlerweile glücklicherweise auch verhältnismäßig häufig genutzt. So ist zum Beispiel das Zusammenstellen eines visuellen Schatzes von Erinnerungen eine ideale Idee, um die Freundschaft zu bestätigen und auf diese Weise zu verstärken. Auch bei Partnerschaften ist das Fotobuch eine tolle Möglichkeit, an die bisher zusammen verbrachte gemeinsame Zeit zu erinnern! Natürlich gibt es auch sonst eine ganze Menge von sehr gut geeigneten Geschenken.

Wie wäre es etwa, einfach einen gemeinsamen Abend bei gutem Essen und Wein zu schenken? Natürlich handelt es sich hierbei letztlich um ein Event-Geschenk, bei dem es um die Intensivierung von Beziehungen geht. Solche Geschenke können tatsächlich einen viel größeren Wert haben als alle möglichen Variationen von Objekten, die man schenken kann, egal, wie viel sie kosten.

Viele Bekannte und Freunde freuen sich beispielsweise viel mehr über etwas Selbstgemachtes als über die besten gekauften Geschenke – das alles hängt vom individuellen Geschmack ab! Wer also eine gewisse Fingerfertigkeit besitzt und die Bereitschaft, hier selbst Hand anzulegen, sollte diese Variante einmal in Betracht ziehen.

Sich auf das Wesentliche konzentrieren

Trotz all dieser verschiedenen Möglichkeiten sollte man sich stets auf das Wesentliche, nämlich die Freude des Schenkens konzentrieren. Es bringt nichts, das Schenken zu sehr zu theoretisieren, schließlich soll es Freude machen und nicht in einer Art Seminar oder Vorlesung enden.
Darüber hinaus gibt es Gelegenheiten, da kommt einfach nicht die zündende Idee, die dann letztendlich zum Durchbruch führt. Da müssen die bereits vorhandenen Inspirationen einfach ausreichen! Bis zum Stichtag zu grübeln führt meistens zu gar nichts, außer zu Stress. Also sollte man immer mit einer entspannten Einstellung an die Sache herangehen und auf diese Weise das beste Ergebnis erzielen.

Fazit


Alles in allem muss man sagen, dass die Geschenktypen genauso unterschiedlich sind wie die Menschen in allen anderen Bereichen. Deshalb gilt es, die verschiedensten Möglichkeiten zu nutzen, ihnen eine persönliche Freude zu machen – vor Angst, dass ihnen das Präsent nicht gefallen könnte, aber nicht zu verkrampfen. Diesen Balanceakt gilt es zu meistern, dann wird das Schenken auch eine wahre Freude!