Ausbildungsabbruch der Kinder ist Familienkasse zu melden

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Eltern erwachsener Kinder bekommen ja weiter Kindergeld, solange der Nachwuchs eine Ausbildung macht. Zumindest bis zum 25. Lebensjahr des Kindes.

Wenn die Ausbildung aber abgebrochen wird, muss das der Familienkasse gemeldet werden. Wer weiterhin Kindergeld bezieht, ohne Anspruch darauf zu haben, ist zur Rückzahlung verpflichtet. Das hat der Bundesfinanzhof so entschieden. (BFH, Aktenzeichen: III R 16/19).

Im konkreten Fall hatte eine Mutter für ihre Tochter Kindergeld erhalten. Die Tochter unterbrach ihre Ausbildung wegen der Geburt eines Kindes. Anschließend wurde der Ausbildungsvertrag aufgehoben. Die Tochter bekam ein zweites Kind und zog zu Hause aus.

Diese Änderungen teilte die Mutter der Familienkasse aber nicht mit. Sie bezog weiter Kindergeld, das auf die Sozialleistungen der Tochter angerechnet wurde. Die Familienkasse forderte das Kindergeld zurück. Zu Recht, so die Richter.