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15.05.2017 - 10:02 Uhr   |   Dresden, TOP

Dynamo-Geschäftsführer: "Worte wie 'Krieg' haben auf Fußballplatz nichts verloren"


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Beim Fanmarsch zum Stadion wurden Böller auf Polizisten geworfen. Insgesamt erlitten 15 Beamte Knalltraumata. (Screenshot: Youtube)

Dynamo Dresden hat die Vorfälle am Sonntag in Karlsruhe verurteilt. Per Twitter teilte der Verein mit: "Gewalt, Kriegsrhetorik & Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so." Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl verurteilte ebenfalls die gewaltsamen Zwischenfälle bei dem Fußball-Zweitligaspiel: "Wir mussten bei einem Fußballspiel wieder Dinge sehen, die wir wirklich nicht sehen wollen", sagte Strobl. "Das können wir nicht einfach ignorieren. Das zeigt, wie notwendig es ist, dass wir uns intensiv mit dem Thema beschäftigen." Der DFB hat bereits ein Verfahren eingeleitet, auch die Polizei nahm nach unseren Informationen mehrere Verdächtige fest.

DFB leitet Verfahren ein

"Wir werden die Vorkommnisse von Karlsruhe in den kommenden Tagen intensiv aufarbeiten und gemeinsam mit allen beteiligten Sicherheitsträgern analysieren, was konkret geschehen ist, welche Verstöße begangen worden sind und wie es zu den Vorfällen kommen konnte. Daraus werden wir entsprechende Konsequenzen und Maßnahmen für die Zukunft ableiten, die nachhaltige Wirksamkeit entfalten, aber gleichzeitig nicht zu einer weiteren Eskalation beitragen sollen", erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born am Montag und ergänzt: "Der Deutsche Fußball-Bund hat uns am Montag darüber informiert, dass er nach den Vorkommnissen auch gegen unseren Verein ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Eine entsprechende Stellungnahme bereiten wir momentan vor. Die Ermittlung von Tätern und wirksame Prävention werden auch künftig im Zentrum unserer Bemühungen stehen. Die Vorkommnisse in Karlsruhe waren auf unserem Weg zweifelsohne ein Rückschlag." Der Strafantrag sollte dann Ende des Monats kommen.

Böllerwürfe bei Fanmarsch

Vor der Begegnung war es zu Ausschreitungen der Dynamo-Fans beim Betreten des Stadions gekommen, auch Pyrotechnik wurde gezündet. Polizisten wurden während des Marsches mehrfach mit Pyrotechnik beworfen (siehe Video unten).

Zudem soll laut Karlsruher Polizei ein Teil der rund 2000 Schlachtenbummler in Camouflage-Shirts mit der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung und Mütze den Eingangsbereich überrannt und Imbissstände im Gästebereich geplündert haben. Dresdner Fans hätten laut Polizei die Imbissstände "regelrecht geplündert und sind dabei das Personal massiv angegangen." Laut Polizei wurden 21 Ordner und 15 Polizisten verletzt.

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge erklärte daraufhin: "Jede verletzte Person beim Fußball ist eine zu viel. Die verletzten Polizeibeamten, Ordner, Mitarbeiter und Fans bitten wir im Namen des Vereins um Entschuldigung. Allen Betroffenen wünschen wir gute Besserung. Wir distanzieren uns als Verein klar von jeder Form von Gewalt und verurteilen auch Spruchbänder, die dazu aufrufen."

Polizei setzt Pfefferspray und Schlagstöcke ein


Die Polizei schilderte so den Sturm des Stadions: "Nachdem die Polizei die Besucher bis hin zum abgesperrten Stadionbereich des Gästeeingangs begleitet hatte, überrannten die Dynamo-Fans in einer gezielten Aktion die dort eingesetzten Ordner, so dass eine Vielzahl von Personen gewaltsam und unkontrolliert in das Stadion gelangen konnte. Hierbei verletzten sie 21 Ordner. Nur durch das beherzte Eingreifen der Polizeikräfte konnte der Zustrom wieder in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. In diesem Zusammenhang war auch der Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray erforderlich."

Festnahmen und Auswertung von Videomaterial

Wie der Karlsruher Polizeisprecher Martin Plathe bei uns im Interview sagte, habe es am Sonntag einzelne Festnahmen gegeben. Eine genauere Zahl könne er nicht nennen. Zudem werde umfangreiches Videomaterial ausgewertet. Man setze darauf, in Zusammenarbeit mit dem Verein und den Behörden in Sachsen Straftäter zu identifizieren. Allerdings stehe man vor einer schwierigen Aufgabe, da "aus dem Mob oder der Menschenmenge heraus Pyrotechnik gezündet und geworfen wurde", so Plathe.

Fanmarsch war abgestimmt

Es sei aber wichtig gewesen, dass der Fanmarsch durchgeführt wird und Fans nicht unkontrolliert durchs Stadtgebiet streifen, so Plathe. Dabei habe man mit der Dresdner Polizei und dem Verein vorab gute Absprachen getroffen. Die Begleiterscheinungen seien zu verurteilen, sagte Plathe. Die Möglichkeiten, auf die Fanszene einzuwirken, sind klein. Die Sicherheitsbehörden haben alle Hände voll zu tun, hier einen Schritt weiter zu kommen. Abschließend wird Plathe dann aber nochmals deutlich: "Die Dresdner haben sich so gezeigt, wie sie bundesweit gesehen werden: unschön, als Mob auftretend und Angst und Schrecken verbreitend."

"Worte wie 'Krieg' haben auf dem Fußballplatz nichts verloren"

Während der Zweitliga-Partie am Sonntag ließen Dynamo-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem DFB symbolisch den Krieg. Während des Spiels wurde ebenfalls Pyrotechnik gezündet, die SGD muss sich deshalb wieder auf Strafen einstellen. Nach dem Spielende gingen einige Spieler im Stechschritt in Richtung Fankurve (siehe Video unten). Der Kaufmännische Geschäftsführer der SGD, Michael Born, sagte im Anschluss an die Partie: "Das werden wir in Ruhe analysieren und Konsequenzen daraus ziehen. "Worte wie 'Krieg' haben auf dem Fußballplatz nichts verloren."

Bundesinnenminister De Maiziere fordert harte Konsequenzen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Vorfälle in Karlsruhe verurteilt und harte Konsequenzen gefordert: Die martialischen Szenen vor dem Spiel Karlsruhe gegen Dresden seien völlig inakzeptabel, so de Maiziere. "Begriffe wie "Krieg" haben mit sportlichem Wettbewerb nichts zu tun", sagte de Maizière der "Heilbronner Stimme". "Wer Ordner und Polizisten attackiert, ist in Wahrheit kein Fußballfan und gehört nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel." Die SGD entschuldigte sich und kündigte eine Aufarbeitung an. Der DFB-Kontrollausschuss hat ein Verfahren gegen Dynamo eingeleitet

Dresdner Grüne wollen Vereinsführung im Sportausschuss anhören


Torsten Schulze von den Dresdner Grünen möchte zur nächsten Sitzung des Sportausschusses mit den eingeladenen Vertretern des Vereins und der Geschäftsführung über Konsequenzen sprechen. "Dynamo Dresden als Traditionsverein und Zweitligist trägt nicht unwesentlich zum Außenbild und dem sportlichen Profil der Stadt bei. Dieses Außenbild wird immer wieder durch Negativberichte von aggressivem Fanverhalten beeinträchtigt. Ein solches Verhalten eines Teils der Fangemeinschaft kann nicht tatenlos hingenommen werden."


Der sportliche Erfolg der SGD (4:3) in Karlsruhe trat angesichts der Vorfälle und der schweren Verletzung von Stefan Kutschke in den Hintergrund. (mit dpa)


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